von Gottfried
Wolmeringer Biographie
Das Vorhaben eine geschichtswissenschaftliche
Abhandlung zum Leben Konstantins zu verfassen, weil ich seine Bedeutung
für den katholischen Glauben, aber auch für meine Heimat, einmal
beleuchten wollte, erwies sich als weit schwieriger als ich es auf Grund
meiner praktischen Erfahrungen mit den Relikten seiner trierer Zeit erahnen
konnte. Schlägt man vier Abhandlungen zu seinem Leben auf, so liest
man vier völlig verschiedene Lebensbeschreibungen. In aller Sorgfalt
habe ich versucht mich in seine Zeit zu versetzen, um den wahrscheinlichsten
Verlauf der Geschichtenachzuvollziehen.
Wenn Sie also in diesem Traktat Dinge finden sollten, die Sie so noch nie
gelesen haben, so bewege ich mich auf Gleisen zwischen den bekannten Autoren
sowie auf den Bahnen des eigenen Kontaktes mit der Geschichte, die ich
auf Grund zahlreicher Besuche der genannten Orte entsprechend kenne.
Als ich vier Jahre war, erbettelte ich mir von
meiner Großmutter ein schwarzes Totenkreuz, das sie bei dem Besuch
der "Heiligen Rock-Ausstellung" 1933 erstanden hatte. Das war mein erster
direkter Kontakt mit dem Leben des Mannes, von dem ich Ihnen jetzt berichten
möchte.
Es ist an der Zeit eine kurze Beschreibung der Kirchengeschichte Südwestdeutschlands mit einer Betrachtung seines Lebens zu beginnen. Eigentliches Ziel der Ausführungen ist der Versuch, etwas Licht auf die Entstehung der römisch-katholischen Religion zu werfen.
Die Zeitspanne, die im Rahmen dieser Arbeit betrachtet wird, ist sehr turbulent und eine exakte Ausarbeitung würde mit Sicherheit die Seiten eines dicken Buches füllen. Deshalb lassen sie mich nur die Punkte hervorheben, die in bezug auf die Hinterfragung des wie und warum sowie eine lokalgeschichtliche Betrachtung von Bedeutung sind.
Konstantin war zweifellos ein Weltbürger. Aber da er erst mit über 20 oder 30 Jahren (angeblich) Rom zum ersten Mal betrat, so muss man ihn auch als Person aus unserer Heimat, statt als Römer, ansehen. Hatte doch Trier für ihn einen hohen Stellenwert. Immerhin ließ er dort eine gewaltige Wallfahrtskirche für das Gewand von Jesus errichten. Eine Kirche, die gleichwertig neben seinen Kirchenbauten, der Peterskirche in Rom und der Geburts- und Grabeskirche steht. In seinen Augen war Trier wohl für das Christentum gleichbedeutend mit Rom, Betlehem und Jerusalem.Warum? Das ist ein Geheimnis, das noch auf seine Enträtselung wartet.
Konstatin mußte als Geisel zu Diocletian in die oströmischen Provoinzen, als sein Vater zum Cäsar ernannt wurde. Seine Mutter hatte Constantius kurz vorher verstoßen. Konstantin kehrte zu seinem Vater zurück, nachdem der zum Augustus ernannt wurde. Im gleichen Jahr starb sein Vater. Konstantin wurde von den Truppen zum Kaiser ausgerufen. In Rom ernannte man Gegenkaiser und es kam zu Kämpfen zwischen den Regierenden. Die wichtigste Schlacht war dabei der Sieg über den Mitkaiser Maxentius an der Milvischen Brücke. Während noch unter Diokletian große Christenverfolgungen stattgefunden hatten, wendete sich Konstatin dem Christentum zu. Angeblich hatte er vor der entscheidenden Schlacht ein Kreuzzeichen am Himmel gesehen und die Worte gehört: 'Mit diesem Zeichen siege.'
Konstantin hatte sofort nach dem Tod des Vaters seine Mutter zu sich an den Hof gerufen und sie später zur Kaiserin ernannt. Da sie bereits Christin war (höchstwahrscheinlich), wurde sie so zum ersten, christlichen Regenten. Konstantin selbst ließ sich erst am Sterbebett taufen.
Er verlegte im Laufe seines Lebens, den Regierungssitz von Trier nach Serdica, später nach Sirmium und schließlich nach Konstantinopel, das unter seinem Namen eine Neugründung erlebte.
Konstantin hinterließ zahlreiche Bauwerke, unter anderem den Vorgänger des Petersdomes in Rom, die Grabes- und Geburtskirche sowie den Trierer Dom und außerdem zahlreiche weltliche Bauten, ganz zu schweigen von dem fast völligen Neubau einer ganzen Stadt, unter ungeheuren finanziellen Anstrengungen, Konstantinopel.
Im Alter von 80 Jahren reiste seine Mutter nach Palästina, wo sie angeblich das Kreuz Jesu ausgraben, sowie den nahtlosen Rock des Herrn suchen ließ. Das als 'Heiliger Rock' bezeichnete Kleidungsstück befindet sich heute noch in Trier.
Neben den Leistungen Konstantins ist er auch für den Tod seines Schwiegervaters, seines ersten Sohnes und seiner zweiten Frau verantwortlich. Außerdem für den Tod zahlreicher entfernter Verwandter, die an angeblichen Umsturzversuchen beteiligt waren.
Die Tatsache, dass er erst kurz vor seinem Tod getauft wurde, beruht darauf, dass man glaubte bei der Taufe die völlige Lossprechung von den begangenen Sünden zu erfahren. Deshalb war es für einen weltlich eingebundenen Herrscher interessant, sich erst auf dem Sterbebett taufen zu lassen.
Das Leben dieses römischen Kaisers ist die Grundlage zahlreicher Errungenschaften und Sachverhalte, die bis heute in hohem Maße unser Leben bestimmen. Hier nur ein paar Beispiele:
So ist er verantwortlich für die Enstehung des katholischen und des orthodoxen Christentums. Der Termin für das Osterfest wurde unter seiner Regierung festgesetzt. Konstantin machte den arbeitsfreien Tag, den Tag des Saturns, den Samstag zum Vorabend des Sonntags und den Sonntag zum freien Tag. Außerdem erhielt unter seiner Regierung der Sonntag den Namen 'dies dominicus'- 'Tag des Herrn'. Er erfand den Rang und Titel des Grafen, trennte das militärische und zivile Beamtentum, befreite die Kirche von der Steuer und führte die Kirchensteuer ein, schenkte dem Bischofvon Rom (Silvester I.) großen Landbesitz sowie seinen Palast und machte ihn damit indirekt zum Papst. Auf diese sogenannte Konstantinische Schenkung soll noch näher eingegangen werden.
Sein im Glauben fundamentiertes Ostrom existierte bis 1453 die Türken Konstantinopel eroberten.
Konstantins Leben wird uns in erster Linie von zwei Autoren seiner Zeit, Lactanz und Eusebius Pamphilus von Cäsarea, geschildert.
Er wurde von den Christen verehrt und von den Heiden verachtet. Er ist eine der vergessensten und gleichzeitig der viel diskutiertesten Gestalten der Menschheit.
Als zusätzliche Orientierungshilfe über das Leben Konstantins soll folgende Zeittafel dienen. Zu berücksichtigen bleibt von vornherein, dass die Zeitangaben sehr unsicher sind. So schreibt beispielsweise dieIllustrierte Kirchengeschichte (2000 Jahre Christentum)[1] Konstantin sei bei der Schlacht an der Milvischen Brücke etwa 25 Jahre alt gewesen. Laut anderen Autoren war er wohl eher 40.
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Datum/Jahreszahl
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Ereignis
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248
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Wahrscheinliches Geburtsjahr von Flavia Helena,
der Mutter Konstantins.
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270
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Constantius Clorus lernt Flavia Helena in Drephanum
in Bithynia kennen (Sie ist eine Stallmagd!!!) Es kam eventuell zu einer
Heirat, während er an der Seite Kaiser Aurelians um die Rückgewinnung
des nahen Ostens für Rom kämpfte.
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27 Februar 273 (andere Autoren nennen die Jahre 270 bis
288, oder nach 280[2]
)
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Caius Flavius Valerius Constantinus (Konstantin)
erblickt als Sohn von Constantius Chlorus (Tribun) und seiner Gattin (oder
Geliebten) Helena in Naissus in Moesien (dem heutigen Serbien) das Licht
der Welt.
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277
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Vertreibung der Franken und Alemannen aus Gallien,
der Burgunden und Vandalen aus Rätien; Erneuerung des Limes; Sicherung
der Rhein- und Donaugrenze; Wiedereroberung von Teilen des Dekumatlandes.
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283
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Alemannen dringen auf linksrheinisches Gebiet vor.
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284
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Aurelius Valerius Diocletianus wird Kaiser.
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285
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Aurelius Valerianus Maximianus Herculius wird von
Diocletian auf Grund seiner Erfolge als Feldherr zum Cäsaren ernannt.
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286
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Valerianus Maximianus wird von Diocletian zum Augustus
gekrönt.
Er bekämpft die Germanen und die Bagaudenaufstände (Bauern) in Gallien.Germanen dringen bis nach Trier vor. |
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287
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Usurpation des Carausius in Britannien.
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288
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Die Franken besetzen das Gebiet der Bataver an der
Rheinmündung.
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289
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Constantius verstößt seine Frau Helena
und heiratet Theodora (auf Befehl Diokletians), die Stieftochter des Augustus
Maximianus Herculius und dessen Frau Eutropia (Ihr Vater war Afranius Hannibalianus).
Constantius erringt Siege über Alemannen und Franken. |
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291
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Diocletian kämpft gegen die Alemannen im Maingebiet.
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292
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Diocletian und Maximianus sehen Galerius Maximianus
und Constantius Chlorus für die Stellung von Cäsaren vor. Das
Reich wird in vier Teile geteilt.
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1 März 293
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Constantiuswird
von Maximian adoptiert und offiziell zum Cäsar ernannt. Trier wird
zur Kaiserresidenz. Konstantin muß als 'Geisel' ins oströmische
Reich, wo er am Hofe Diokletians in Nicomedia erzogen wird.
Constantius nimmt den Kampf gegen Carausius auf. Galerius Valerius Maximianus (*250) wird ebenfalls Caesar (RegierungssitzSirmium; Amtsbereich: Donau- und Schwarzmeerraum; Eroberung Armeniens und Mesopotamiens bis Ktesiphon), von Diocletianus adoptiert und mit dessen Tochter Valeria vermählt. |
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294
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Constantius Chlorus vertreibt die Franken und Friesen
aus dem Batavergebiet.
Carausius wird von Allectus ermordet. |
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296
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Constantius Chlorus bekämpft den Usurpator
Allectus in Britannien.
L. Domitius Domitianus wird Usurpator in Ägypten. |
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297
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Domitius Domitianus von Diokletian und Konstantin
bekämpft.
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298
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Verzichtfrieden des Perserkönigs Narses.
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301
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Höchstpreisedikt (Maximaltarif) wird erlassen.
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303
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Verfolgungsedikt Diokletians bringt Christenverfolgungen.
Constantius Chlorus besiegt die Alamannen bei Vindonissa. |
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304
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Martyrium Florians in Lauriacum (Lorch In Österreich).
Er eilte 40 römischen Soldaten zu Hilfe, die ihres Glaubens wegen
verhaftet wurden. Er wurde aber selbst verhaftet und hingerichtet.
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April 304
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Letztes antichristliches Edikt Diokletians.
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1 Mai 305
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Constantius Chlorus und Galerius werden zu Augusti
(Großkaisern) ernannt, nachdem Dicletian und Maximianus abdankten.
Beiden werden Cäsaren zur Seite gestellt.
Galerius ernennt Valerius Galerius Maximinus Daia zum Cäsar für den Osten und Ägypten. Constantius Clorus adoptiert Flavius Valerius Severus und ernennt ihn zum Cäsar für Pannonien, Italien und Africa. Er selbst ist Augustus des westlichen Teilreiches geworden. |
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Mitte 305
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Konstantin verläßt Galerius, um
zu seinem Vater zu gehen, nachdem er als hoher Offizier nicht zum Cäsar
ernannt wurde. Er trifft ihn in Boulogne bei den Vorbereitungen zu einer
Überfahrt nach Britanien.
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25. Juli 306
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Constantius stirbt in Eburacum (York),wahrscheinlich
an Leukemie (Konstantin ist an seiner Seite). Konstantin wird vom Heer
seines Vaters zum Augustus ausgerufen. Er wird jedoch später nur als
Cäsar anerkannt.
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306
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Severus wird durch Galerius zum Augustus des Westens
ernannt.
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28. Oktober 306
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Die Prätorianer rufen in Rom Marcus Aurelius
Valerius Maxentius zum Augustus aus.
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307
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Einführung des Solidus als Goldwährung
zur Sanierung der Staatsfinanzen .
Der Augustus des Westens, Severus wird von Maxentius besiegt und ermordet. Maximianus, der schon abgedankt hatte, läßt sich erneut zum Augustus ausrufen und verheiratet seine Tochter Fausta im Dezember des Jahres mit Konstantin. |
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25. Dezember 307
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Konstantin wird von Maximianus zum Augustus ernannt.
(Ein Zusammenhang mit dem späteren Datum des Weihnachtsfestes ist
wahrscheinlich).
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308
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Die Konferenz von Carnuntum bei Wien, der sogenannte
Kaiserrat unter Einbeziehung Diocletians wird einberufen. Sie dient der
Wiedereinführung der Tetrarchie. Konstantin und Maxentius wird die
Augustuswürde aberkannt. Der Augustus des Westens Valerius Licinianus
Licinius soll Maxentius bekämpfen.
Maximinus Daia wird als Cäsar bestätigt. |
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309
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Maximinus Daia wird zum Augustus ernannt.
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310
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Konstantin erobert Spanien, das Maxentius verwaltet
hatte.
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311
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Galerius erläßt vor senem Tode ein Toleranzedit,
zur Schonung der Christen.
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27. Oktober 312
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Konstantin sieht abends das Christusmonogramm (ChiRo)
am Himmelvor Rom(???)
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28. Oktober 312
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Die Schlacht an der Milvischen Brücke zwischen
Konstantin und Maxentius. Letzterer unterliegt und ertrinkt im Tiber.
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Februar 313
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Das Edikt von Mailand zur Duldung der Christen wird
aufgesetzt.
Der Konstantinbogen wird in Rom errichtet. |
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30. April 313
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Licinius besiegt Maximinus Daia bei Adrianopel.
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313
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Konstantin kämpft am Rhein gegen die Alemannen
und Franken.
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314
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Aurelius Valerius Valens wird von Licinius zum Augustus
ernannt, aber bald darauf ermordet.
Der Trierer Bischof ist auf der Synode von Arles. |
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8. Oktober 314
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Konstantin erobert von Licinius den Balkan in der
Schlacht bei Cibalea.
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25. Juli 315
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Konstantin feiert sein 10jähriges Regierungsjubiläum
(die Decennalien).
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316
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Constantinus II.als Konstantins zweiter Sohn geboren.
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3. Dezember 316
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Diokletian stirbt in Spalato.
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317
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Crispus (der Älteste Konstantins mit seiner
ersten Frau Minerva) wird zum Cäsar ernannt. Seine Residenz wird Trier.
Er bekämpft die Franken und Alemannen.
Konstantins zweiter Sohn Constantinus II. wird zum Cäsar ernannt. Augustus Licinius ernennt seinen zweijährigen Sohn Licinius ebenfalls zum Cäsar. |
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7. August 317
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Fausta schenkt Konstantin einen weiterenSohn
Constantius II.
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321
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Der Sonntag (dies solis) wird zum gesetzlichen Feiertag
erhoben.
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324
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Licinius macht Martinianus zum Augustus.
Konstantins Sieg über Valerius Licinianus Licinius bei Adrianopel und Chrysopolis. Konstantin ist damit Alleinherrscher. Er erhebt seinen dritten Sohn Constantius II in den Cäsarenstand. |
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Juni 325
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Das erste ökumenische Konzil wird in Nicaia
abgehalten. Das Osterfest und Weihnachten werden festgelegt. Außerdem
unterliegt Arius dem Athanasius und seiner Dreifaltigkeitslehre
Martinianus und Licinius werden ermordet (auf Betreiben Konstantins). |
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25. Juli 325
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Konstantin feiert sein 20jähriges Regierungsjubiläum
(die Vicennalien).
Verbot der Gladiatorenkämpfe. |
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326
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Auf Befehl Konstantins wird Crispus in Pola vergiftet.
Fausta, seine zweite Frau, stirbt durch Selbstmord und weitere Familienmitglieder
werden hingerichtet. Angeblich war es Unzucht zwischen Fausta und ihrem
Stiefsohn, aber wahrscheinlich eine Hofintrige.
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328
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Konstantins Mutter Helena stirbt.
Konstantin kämpft gegen die Goten an der Donau. Sein Sohn Constantinus II am Rhein gegen die Alemannen. Die Franken drängen ins Reich ein und werden am Niederrhein angesiedelt. Von hier werden sie in den folgenden Jahrhunderten das Frankenreich aufbauen und damit den Grundstock zur Entstehung Frankreichs und Deutschlands legen. Athanasios wird mit 33 Jahren Patriarch von Alexandrien. Er schuf die Grundlagen der katholischen Kirche und wird daher als "Säule der Kirche" und Kirchenvater bezeichnet. |
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330
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Das Heidentum wird, außer in Rom, offiziell
bekämpft. In Rom wohl deshalb nicht, weil hier die Kaiserverehrung
am intensivsten betrieben wird. Aber auch die Einweihung Konstantinopels
ist ein Grund für die Verschonung Roms.
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11. Mai 330
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Offizielle Einweihung Konstantinopels (vormals Byzanz).
Das Reich wird in vier Präfekturen (Gallia, Illyricum, Italia, Oriens), 14 Diözesen und 117 Provinzen aufgeteilt. |
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332
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Die Goten werden ebenfalls im Reich geduldet und
übernehmen Grenzschutzaufgaben nördlich der Donau.
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334
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Im Donaugebiet und Italien werden Sarmaten angesiedelt.
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335
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Konstantin gibt den obergermanisch-rätischen
Limes auf und zieht die Grenztruppen hinter Rhein und Donau zurück.
Ein Stiefbruder Konstantins, Flavius Dalmatius wird zum Cäsar über Thrakien, Makedonien und Achaia erhoben. Der vierte Sohn Konstantins Constans wird zum Cäsar ernannt. |
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25. Juli 335
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Konstantin feiert sein 30jähriges Regierungsjubiläum
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ab 335
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Athanasios verbringt die erste seiner fünf
Verbannungen in Trier, sie dauert bis 337.
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3. April 337
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Konstantin läßt sich wahrscheinlich nach
diesem Datum von einem Bischof Eusebius taufen. Dieser Eusebius von Nikomedien
ist nicht identisch mit Konstantins Biographen (Eusebius von Caesarea).
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22. Mai 337
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Konstantin stirbt auf einem Feldzug gegen die Perser
in Nikomedia. In einem Pakt lassen die Konstantinsöhne Conmstantinus
II. Constantius II. und den Anhängern Constans fast den gesamten Rest
der Familie Konstantins ermorden.
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337
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Hannibalianus, Dalmatius und weitere Angehörige
der verzweigten Familie Konstantins werden ermordet.
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ab 339
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Athanasios verbringt seine zweite Verbannung in
Rom. Sie währt bis 345. Weitere drei Verbannungen wird er in der ägyptischen
Wüste erdulden müssen.
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340
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Constantius II. fällt bei Aquileia im Kampf
gegen seinen Bruder Constans.
Der Krieg gegen die Perser findet nun statt. |
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341
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Es kommt zu restriktiven Maßnahmen gegen die
Heiden. Die Tempel werden geschlossen. Es wird verboten zu opfern.
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346
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Der östliche Teil des römischen Reiches
wird arianisch.
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354
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Der 25. 12. wird erstmals als Geburtstag Christi
gefeiert.
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392
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Kaiser Theodosius erklärt das Christentum zur
alleinigen Staatsreligion und verbietet die heidnischen Religionen sowie
im Jahre 394 die olympischen Spiele zur Ehren der Götter des Olymp.
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Quellen: Theodor Mommsen, Michael DiMaio Jr., Eusebius, Drijyvers, Joachim Gruber , Q001
Constantius war, wie bereits erwähnt, der Vater Konstantins.
B001:Constantinus Chlorus
Während im ganzen Reich die Christenverfolgungen tobten, ließ Constantius die Christen in seinen Reichsgebieten relativ in Ruhe.
Seine Lebensgefährtin Helena hatte vielleicht schon Bezug zum Christentum. Ihr Status ist nicht ganz klar, auch ob sie getauft war. (Es ist auch Sinn dieser Abhandlung, diese ungeklärten Fragen neu zu beleuchten.)
Manche Autoren behaupten, Konstantin habe seine Mutter erst spät zum Christentum bekehrt. Damit ergibt sich freilich das Problem, wie Konstantin selbst zum Christentum gekommen ist. Es finden sich einige Anhaltspunkte dafür, daß Helena sich bereits dem Christentum zugewandt hatte, bevor sie Konstantins Vater kennenlernte.
Sie haben wahrscheinlich geheiratet, es könnte aber auch nur eine Liebschaft gewesen sein. Im römischen Weltreich war es üblich, mit einer Frau aus anderem Stand in Konkubinat zusammen zu leben. In Rahmen dieser Abhandlung muß noch näher auf Helena eingegangen werden. Sie ist eindeutig die Schlüsselfigur in Konstantins Leben und vielleicht auch in seinem Glauben.
B002:Helena
Constantinus Chlorus hatte die Stallmagd und/oder Tochter eines Gastwirtes, Helena in Bytinien kennenglernt. Er selbst war damals wohl schon Offizier in der Pretorianergarde.
Christen gehörten, als Andersgläubige, selten den gehobenen Gesellschaftsschichten an. Sie litten auch vor allem deshalb, weil ihre niedrige gesellschaftliche Stellung ihnen nicht erlaubte, etwas gegen die Unterdrückung ihres Glaubens zu tun. Die weitere Entwicklung um Konstantin zeigt deutlich, was die weltliche Macht in Bezug auf die Etablierung einer Glaubensrichtung vermochte.
Bereits unter seinem Vater konnten sich die Christen im westlichen Römerreich relativ sicher fühlen. Es mag vereinzelt zu Repressalien gekommen sein, aber lange nicht in dem Umfang wie in den östlichen Reichsteilen.
Dieser Sachverhalt ist nicht einfach zu verstehen. Denn weder Constantius, noch sein Sohn Konstantin, waren Christen, noch sind sie konkret zu diesem Glauben übergetreten.
Auch Cäsaren und Augustii konnten gestürzt werden, wenn ihre Handlungen dem Volke oder einem möglichen Gegner mißfielen. Bereits die Tatsache, dass Constantius Helena wahrscheinlich um 289 verstoßen hat und Theodora heiratete, läßt vermuten, dass es auch mit dem Christentum –zumindest zu dieser Zeit- bei ihm nicht weit her war.
Wenn Helena bereits Christin gewesen wäre, gab es danach auch keinen direkten Einfluß eines Christen mehr auf den Kaiser. Denn die neue Gattin Theodora war weder Christin, noch gibt es Hinweise, dass sie den Christen freundlich gesinnt war.
Meiner Meinung nach gibt es zwei mögliche Erklärungen für das Verhalten von Constantius, während der Christenverfolgungen ab 303, die in seinen Reichsteilen nicht stattfanden. Unter anderem haben wir dieser Tatsache, auch die Schilderungen von Lactantius zu verdanken.[3]
Entweder er sympathisierte bereits stärker mit dem Christentum als nachgewiesen. Das würde aber auch bedeuten, das ein Teil des christlichen Einflusses auf Konstantin von seinem Vater stammte.
Oder die Verbindung von Constantius zu seiner ersten Frau Helena riss in Wirklichkeit gar nicht ab und sie ist die Quelle des Glaubens in der konstantinischen Familie.
Eine Hypothese die durchaus wahrscheinlich ist. Deutliche Hinweise sind die Beziehung von Vater und Sohn zum Christentum. Constantius Clorus galt immerhin als so christenfreundlich, dass Menschen die lange Reise aus dem Ostreich auf sich nahmen, um im Westen in Frieden leben zu können.[4]
Mit diesem Verhalten forderte Constantius Clorus die Gefahr heraus von Diokletian angegriffen oder verstoßen zu werden, der ein vehementer Christenhasser war. Es ist jedoch nicht bekannt, dass es zu Anfeindungen kam. Immerhin war die Verschonung der Christen im Westen wohl im ganzen römischen Reich bekannt (siehe ebenfalls die Flucht Lactanz in den Westen).
Inwieweit der Westen wirklich von Verfolgung verschont blieb, ist heute sehr schwer zu sagen. War es doch in späteren Jahrhunderten für die Landeskirchen eine Notwendigkeit unter möglichst grausamen Verfolgungen gelitten zu haben:
"Nach zweifelhafter Überlieferung soll der gallische Statthalter des Kaisers Maximilian (285-305) in dem belgischen Gallien eine große Christenverfolgung organisiert haben. Rictius Varus (auch Rictiovarus genannt) soll der grausame Richter der tebäischen Legion gewesen sein, durch seine Grausamkeit sei die Mosel von Trier bis Neumagen von dem Blut der Märtyrer gerötet worden. Die geschichtliche Forschung hat diese Überlieferung als ungeschichtlich und legendär klargestellt. Rictius Varus ist keine geschichtliche Persönlichkeit, er ist vielmehr der dem Volksglauben entsprossene typische Christenverfolger, auf den alle Eigenschaften der christenfeindlichen Tyrannen übertragen wurden. Die Entstehung der Rictius-Varus-Legende ist verständlich, wenn man sich des geschichtlichen Christenverfolgers Dacian erinnert. Der Statthalter Dacian vollstreckte in den Jahren 304/305 in Spanien die Bluturteile des Augustus Herculius. 'Die gallische Kirche,' sagt F. Görres, 'wollte eben der spanischen im ruhmvollen Besitze erlauchter Opfer des Diokletian-Sturmes nicht nachstehen.'
Rictius Varus soll nach der Legende durch Selbstmord geendet sein. 'Rictius Varus,' heißt es in den acta ss. Crispini et Crispiani, ' verzweifelnd, die Überzeugungstreue der Heiligen zu besiegen, stürzte sich selbst in eine für die Märtyrer bestimmte, mit glühendem Pech und anderen Brennstoffen angefüllte Grube.'" [5]
Zu Konstantins Verhältnis zur Christenverfolgung gibt es wiedersprüchliche Aussagen der Quellen:
"Sobald Kaiser Konstantin die Herrschaft übernommen hatte, war es seine erste Sorge, die Christen ihrer Religionsübung und ihrem Gott zurück zu geben. Dieser Herstellung der heiligen Religion galt seine erste Verordnung."[6] Lactanz bezieht sich hier auf das Jahr 306.
Eine umstrittene Aussage, des sonst als autentisch gesehenen Autors.[7] Q002 streitet eine derartige Verordnung ganz ab: "Im Westen, wo diese Verfolgung ingesamt weniger ausgeprägt war, endete sie 307,... "[8] schreibt man in der Kirchengeschichte – 2000 Jahre Christentum.
Eusebius, der jede christliche Regung Konstantins beschreibt, kennt diese Verordnung mit keiner Silbe. Wobei festgehalten werden muss, dass Eusebius seine Vita größtenteils erst nach dem Tod des Kaisers niederschrieb. Lactanz dagegen war 303 in den Westen geflohen und erfuhr am eigenen Leib, ob etwas für oder gegen Christen unternommen wurde. Er schrieb diese Sätze acht Jahre später auf, Eusebius die Vita erst dreißig Jahre nach der Erhebung Konstantins zum Kaiser.
Daher muß die Aussage von Lactanz berücksichtigt werden. Es darf auch hier nicht von einer zufälligen Duldung ausgegangen werden.[9] Die Aufhebung der Christenverfolgung 311 und das Edikt von Mailand 313 liegen noch in weiter Ferne.
Die Aussage, dass beide Herrscher, Vater und Sohn, eine enge Beziehung zum Christentum hatten, läßt sich wohl deutlicher nicht untermauern. Da sie sich jedoch Jahrzehnte nicht sahen und Konstantin in einer christenfeindlichen Umwelt aufwuchs (östliche Reichsteile) muß der christliche Glaube von außen an beide herangetragen worden sein. Was liegt näher als Helena als Trägerin des christlichen Glaubens in dieser Familie zu sehen. Doch wie standen die beiden zum Glauben von Gattin und Mutter?
Bei Konstantin mag es zum Teil echte Liebe zu seiner Mutter gewesen sein. Bei seinem Vater vielleicht sogar ein Schuldgefühl. Zumal er sie eindeutig aus reiner Machtgier verstoßen hatte. Denn die Heirat mit Theodora, der Stieftochter des Augustus Maximianus Herculius und dessen Frau Eutropia (ihr leiblicher Vater war Afranius Hannibalianus) diente nur dazu, eine Beziehung zur Familie Maximianus aufzubauen. Theodora sollte Constantius sechs Kinder schenken: Flavius Dalmatius, Julius Constantius, Hannibalianus, Constantia, Anastasia, and Eutropia.
Drei Jahre nach der Heirat wurde Constantius von seinem Schwiegervater zum Cäsar erhoben. Das war auch von Seiten Maximians eine reine Zweckmaßnahme, Constantius hatte sich als erfolgreicher Feldherr bewährt und seine Aufgabe sollte es werden, Britannien für das römische Reich zurück zu erobern. Das war nämlich seit einiger Zeit abtrünnig. Carausius, der römische Befehlshaber der Nordseeflotte, hatte Ende 286 in Britannien die Macht an sich gerissen und sich selbst zum Imperator gekrönt. Maximian selbst hatte bereits 289 unter schwersten Verlusten versucht, diesen Gegenkaiser vom Thron zu stoßen. Die Flotte des Emporkömlings erwies sich als zu stark.
Doch zurück zu den Familienbanden von Constantius. Genauso wie es eine echte Liebesbeziehung gewesen sein muß, die ihn mit der Magd Helena verband, war es mit Theodora eine reine Zweckehe.
Vielleicht war da außerdem noch das Christentum, der Glaube seiner großen Liebe, die er nicht auch noch so wie sie selbst von sich stoßen konnte.
Leider ist kein Zeitzeuge in der Lage zu sagen, wo Helena sich von 289 bis 306 aufhielt. Es sind immerhin 17 Jahre, die ein Sohn ohne Mutter lebte und der Mann einer anderen Frau mit seinen Erinnerungen. Wir können heute nicht mehr sagen, welche Beziehung in der Römerzeit eine verstoßene Frau in der Regel zu ihrem ehemaligen Mann hatte. Aber für Helena war Constantius das Tor zu einer anderen Gesellschaftsschicht. Für sie gab es zwei Hoffnungsschimmer. Theodoras frühzeitiger Tod und ihr Sohn Konstantin. Wie der in der Ferne weilende Konstantin zu seinem Vater und zu ihr stand, konnte sie höchstens vermuten.Es ist nicht bekannt, ob sie einen Briefwechsel mit einem der Beiden hatte.
Anderseits mußte Theodora ihrem kaiserlichen Gatten Nachwuchs schenken. Dabei bestand immer die Gefahr, dass sie starb.
Ganz erstaunlich ist die Liebe Konstantins zu seiner Mutter, ein Mensch, der vielleicht nicht viel weniger machthungrig war als sein Vater und oft genug über Leichen ging.
Helena also war für Jahre verschwunden, untergetaucht oder einfach nur zur Seite geschoben.
Wenn die Zeitgenossen Helena damals nicht gefunden haben, so sollte das nicht abschrecken, heute noch nach ihren verlorenen Jahren zu suchen. In der Tat gibt es sozusagen eine heiße Spur, die wir verfolgen werden, wenn wir auf das Leben der Heiligen selbst zu sprechen kommen.
Die so gewonnenen Erkenntnisse, insbesondere auch die Pilgerreisen, die Helena noch im hohen Alter unternommen hat, lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Helena war aus ihrer eigenen Lebensgeschichte heraus Christin. Es ist unwahrscheinlich, dass ihr Sohn sie dorthin führte, eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein.
Aus dieser Sicht betrachtet haben wir eine einfache Frau, vielleicht seit ihrer Kindheit Christin, die von der Geliebten eines Prätorianerführers bis zur mächtigsten Frau im römischen Weltreich aufsteigt.
Sicherlich war es für sie nicht immer einfach, ihren Glauben zu leben und selbst die Bekehrung ihres Mannes und ihres Sohnes mag in Wirklichkeit schwer gewesen sein.
Deutliche Hinweise dazu liefern die Münzen, die Kaiser Konstantin etwa ab dem Jahr 310 prägen liess, also in einer Zeit, in der er bereits unter dem Einfluß seiner Mutter stand.
Sie zeigen keineswegs ein Kreuzzeichen, oder ein Jesusbildnis, wie man es vielleicht bei einem angehenden christlichen Herrscher erwartet. Eher das Gegenteil ist der Fall. Sie zeigen Konstantin immer zusammen mit einer heidnischen Gottheit.
B003: Konstantinische Münze
INVICTUS CONSTANTINUS MAXIMUS
(Der unbesiegte Konstantin der Große)
"... vorn der Kaiser selbst, hinter ihm in genauer
Entsprechung der Gesichtszüge der Sol invictus, der 'unbesiegbare
Sonnengott' als sein Begleiter." [10]
Es gibt sehr wohl Münzen auf denen sich beide Personen in den Gesichtszügen gleichen. Gerade bei dieser Münze ist es, anders als in der Literatur behauptet wird, nicht der Fall. Konstantin ist eindeutig an seiner ausgeprägten Hakennase erkennbar, die er von seinem Vater geerbt hat.
B004: Konstantinische Münze
Diese Münzprägungen werden in den Münzkatalogen von 306 bis 337 datiert. Es gibt sie in zwei Varianten. Einmal als Männerpaar auf einer Münzseite und ein andermal als Einzelpersonen auf Vorder- und Rückseite. Was hat es nun mit diesem Gott 'Sol Invictus' auf sich?
Im Laufe der Jahrhunderte hatte sich im römischen Weltreich ein einheitlicher Götterkult herausgebildet. Um mit einer einheitlichen Religion das Vielvölkergebilde einen zu können, hatten sich die Priester einer Göttergestalt erdacht, die in vielerlei Gestalten auftrat. Auf diese Weise ließen sich neue Gottheiten rasch integrieren. Sie wurden einfach zu einer Personifizierung des Sonnengottes erklärt. Auch der Kaiser selbst nahm für sich in Anspruch, eine fleischgewordene Form des Sonnengottes zu sein. Während Diokletian zu den alten Gottheiten Jupiter und Mars zurück wollte und es daraufhin zu Christenverfolgungen kam, suchte Konstantin offensichtlich den vorher verbreiteten Sonnenkult wieder zu beleben.
Unter anderem ist auch unser heutiger Sonntag ein Ergebnis dieser Bestrebungen.
Daher liegt der Verdacht nahe, dass es Konstantin gar nicht um das Christentum ging, sondern um die Neubelebung des Sonnenkultes. Diese Ansicht fußt in erster Linie auf den zahlreichen Münzprägungen, die Konstantin im Zusammenhang mit dem Sonnengott-Kult zeigen. Das sind einmal Darstellungen des Sonnenwagens (er befindet sich auf der obigen Münzdarstellung im Schild des Konstantin) und dann die Gegenüberstellung des Sonnengottes als Person mit dem Kaiser. Im Gegensatz dazu gibt es nur wenige Münzen, die einen direkten Bezug zum Christentum aufzeigen. Folgende Münze soll eines dieser Stücke sein.
Abb. B005:Münze mit dem ChiRoh
Die obige Münze soll auf dem Diadem des Herrschers das Christusmonogramm zeigen. Betrachtet man die Stelle genauer, stellt man fest, dass es sich eher um eine der Rosetten handelt, die den Kopfschmuck bilden (siehe folgende Vergrößerung).
Abb. B006:Vergrößerung des ChiRoh
Schon seit vielen Jahrtausenden war der Mensch zur Einsicht gelangt, dass er sein Leben nicht selbst bestimmen kann, sondern daß Mächte von außen in sein Leben eingriffen. Für den einfach denkenden Menschen mussten diese Einflüsse von mächtigeren Wesen stammen, als er selbst eines war. So kam er zur Überzeugung, es müsse Götter und Götzen geben, von deren Willkür er abhängt. Es galt diese Wesen milde zu stimmen, damit das Los des Erdenbürgers erträglich blieb. Im Staatswesen entstand daraus eine kollektive Verantwortung gegenüber den Göttern. Der Einzelne spürte zwar die Gewalt der göttlichen Wesen, war aber nicht mehr allein für deren Befriedung zuständig. Diese Aufgaben hatten Priester übernommen. Die Aufgabe wurde größer, je mehr das Kollektiv anwuchs. Schließlich gab es einen Pontifex Maximus, den höchsten der Priester. Ein Titel, der regelmäßig vom Kaiser getragen wurde.
"Konstantin blieb pontifex maximus und damit
Vorsteher des römischen Priesterkollegiums" [11]
Der Kaiser war damit das Bindeglied zwischen Himmel und Erde, zwischen der Allmacht und dem leidenden Erdenwurm. Die Versuchung war groß, aus diesen Niederungen sich zu denen zu erheben, die man besänftigen sollte. Das Gottkaisertum geht bis auf Cäsar zurück, der entsprechend der Verehrung seiner Gemahlin Kleopara eine Erbfolge der Göttlichkeit in Gang setzte, die sich auf die Vergötterung der Pharaonen in Ägypten zurückführen läßt.
Konstantin als Persönlichkeit mag in einen Zwiespalt geraten sein, der aus der Erfordernis der kaiserlichen Eingottherrschaft bestand, um das gewaltige Weltreich unter einem Zepter führen zu können und der Gewißheit im Christentum einem Glauben gegenüber zu stehen, in dem man sich nicht selbst zum Gott küren konnte.
Hierin bestehen zwei Problemsphären, die es zu verstehen gilt.
1.Konstantin ließ sich wie einen Gott verehren.
2.Konstantin griff keineswegs direkt die in der Bibel verkündete Gotteskindschaft auf, um seine Person als Sohn Gottes in das Christentum zu integrieren.
Zum ersten Punkt zu zählen sind die bereits erwähnten Münzen mit der Gegenüberstellung des 'Sol invictus'
"In Konstantinopel errichtete man eine nach ihm
benannte Säule, auf der seine Statue stand; sie wurde mit dem Sonnengott
gleichgesetzt."[12]
Ebenso finden sich literarische Hinweise aus zeitgenössischer Feder, selbst von christlichen Autoren.
"Zuerst betrat einer, dann ein zweiter und ein dritter aus dem kaiserlichen Gefolge den Raum; dann erschienen auch noch andere Leute, nicht die gewöhnlichen Leibwächter und Schwerbewaffneten, sondern einige aus dem Kreis seiner gläubigen Freunde. Als ein Zeichen das Nahen des Herrschers verkündete, erhoben sich alle Versammelten; nun trat er selbst mitten unter sie, wie ein Bote vom Himmel, in leuchtendem Purpurgewande, strahlend in hellem Lichtglanze, geschmückt mit funkelndem Gold und Edelgestein. In der Mitte der Versammlung angelangt, wollte er sich nicht eher setzen, als bis die Bischöfe ihn durch einen Wink dazu eingeladen hatten. Danach setzte sich auch sein Gefolge."[13] Es handelt sich hierbei keineswegs um die Schilderung einer Sitzung am Kaiserlichen Hof in Konstantinopel, sondern um Eusebios Bericht von der Eröffnung des ersten ökomänischen Konzils, dem Konzil von Nizäa, an dem der Autor Eusebius selbst teilgenommen hatte.
Umschreibungen wie: 'strahlend in hellem Lichtglanze' oder 'wie ein Bote des Himmels', die eindeutig zum Gefallen des Herrschers eingefügt wurden, zeigen deutlich die zeremonielle Orientierung und die Nähe zur Vergötterung des Kaisers selbst, bei der Beschreibung der höchsten christlichen Veranstaltung seiner Zeit.
Andere Beschreibungen schildern die Huldigung in einem gewaltigen Thronsaal, der ähnlich heutigen Kirchenbauten mit einer Apsis ausgestattet war. Dieser halbrunde Abschluß eines Bauwerkes, bewirkt die Steuerung der Raumflucht auf einen Punkt hin sowie die physische Trennung vom Hauptraum. Außerdem führte die halbrunde Form mit riesigen Fenstern zu einer räumlichen Ausleuchtung. Stellt man sich ein Podest darin vor, so erhält man die einzig denkbare Position des Kaisers.
Als Grundlage des ganzen Kultes kann man die Einführung eines pompösen Hofzeremoniells unter Diokletian ansehen. Unter anderem führte er in diesem Zusammenhang auch das Tragen eines Diadems als Zeichen der göttlichen Würde ein. Hier liegt sicher der Ursprung der Krönung begründet. Auch Konstantin und alle Mitglieder seines Herrscherhauses werden mit einem solchen Schmuckstück abgebildet. Für ihn mag es ein Gegenstück zur Strahlenkrone des 'Sol invictus' sein. Ein Sachverhalt, der sich sehr schön auf der Münze B008 zeigt, wo er offensichtlich ein aus Metallgliedern bestehendes Diadem trägt, das am Hinterkopf zusammengeknüpft ist. Auch die heutige symbolische Form der Zackenkrone scheint ihren Ursprung in der Strahlenkrone des Sonnengottes zu haben.
"Diokletian kultivierte ein ausgeklügeltes
Hofzeremoniell und hielt sich aus dem normalen Alltagsleben heraus. Damit
wollte er nicht nur die darniederliegende Würde des Kaisertums stärken,
sondem umgab sich darüber hinaus mit einer Aura der Gottähnlichkeit,
die Respekt heischte und ihn schützte, indem sie Mordanschläge
als Sakrileg erscheinen ließ. Auftritte Diokletians in der Öffentlichkeit
wurden sorgfältig inszeniert, und jeder, der sich seiner Majestät
näherte, mußte die adoratio vollziehen, also niederknien und
den Saum des kaiserlichen Gewands küssen. Diokletian ging noch weiter,
erklärte sich zum Sohn Jupiters und feierte seinen himmlischen Geburtstag
alljährlich am 21. Juli. Freilich schreckte er davor zurück,
sich schon zu Lebzeiten vergöttlichen zu lassen. Diese Neuerungen
waren nicht auf Diokletian beschränkt; Maximian, Constantius und Galierus
genossen dieselben höheren Weihen und die angenommene göttliche
Elternschaft. Zwischen alldem und den frühen Kaisern, die sich der
Öffentlichkeit gern als erster Diener ihres Staates präsentiert
hatten, lagen eindeutig Welten."[14]
Es gibt ein steinernes Zeugnis dieses Kaiser-Kultes unter Konstantin: Die um 310 von Konstantin erbaute Palastaula von Trier. Sie war ein Teil des gewaltigen Palastkomplexes, der sich von dort bis zu den Kaiserthermen hingezogen haben mag. Es fällt heute schwer, sich eine rechte Vorstellung von dem Können und den Ansprüchen zu machen, die zur römischen Zeit in der Architektur manifestiert waren. Selbst ein direkter Vergleich mit den riesigen Bürotürmen in New York oder den Prunkhotels von Las Vegas muß hinken. Der Wert der Prunkbauten zur Römerzeit überstieg den heutiger Prunkbauten um ein vielfaches.
So ist die sogenannte Palastaula des Kaisers Konstatin ein einräumiger Bau mit einer phantastischen Raumwirkung und einem freitragenden Dach ohne jede Säule, in dem, wie gesagt der Blick sich automatisch zur mächtigen Apsis hinlenkte.
B007: Die sogenannte Konstantin Basilika in Trier – eigentlich die Aula des konstantinischen Kaiserpalastes – in einem Rekonstruktionsversuch
Das oben gezeigte zierliche Modell vermittelt keinerlei Eindruck von den wahren Ausmaßen des Bauerwerkes. Immerhin hatte dessen antike Fußbodenheizung eine Bodenfläche von 1700qm zu heizen. Da beeindruckt schon eher das Original in der folgenden Abbildung.
B008: Heutiger Zustand der Konstantin Basilika
Wenn Sie so wollen ist dieser Bau ein einziges Zimmer, das nur der Präsentation und der Zelebrierung der Verehrung des Gottkaisers diente. Den einzig ehrlichen Eindruck von diesem Bau vermittelt der Blick von der südlichen Seite, wo man auch den bischöflichen Palast im Blick hat und wo dieser Palast als baroke Puppenstube unter dem mächtigen Giebel des römischen Bauwerkes förmlich erdrückt wird.
B009: Blick auf das bischöfliche Palais mit der Palastaula im Hintergrund, der heutigen Kirche zum Erlöser
Wenn der Volksmund diesen einzig erhaltenen Rest des Kaiserpalastes auch als Konstantins Basilika bezeichnet, sollte man sich nicht, ebensowenig wie von der heutigen Nutzung, verleiten lassen, darin eine frühe Kirche zu sehen. Der Raum diente 100 Jahre lang einzig der Repräsentation kaiserlicher Macht.
Einen guten Eindruck vermittelt die Beschreibung des Führungshefteszu diesem Bauwerk:
"Der Innenraum war aufs kostbarste ausgestaltet. Die Marmorfußböden in Vorhalle, Langhaus und Apsis hatten verschiedene Schwarzweiß?Muster. Der Saal war in seiner ganzen Ausdehnung heizbar. Die Marmorverkleidung der Wände reichte bis unter die obere Fensterreihe und war durch Pilaster in Felder aufgeteilt, in denen sich aus geschnittenen bunten Steinen zusammengesetzte geometrische Ornamente befanden. Auch der Triumphbogen (‚Der Durchgang zur Apsis’ Anm. des Verfassers) war mit Marmor verkleidet. Die Wölbungen der Nischen hatten Mosaiken; auf goldenem Grund mit rotem Abschlußstreifen, unten sah man blaue und grüne Ranken. In der weiträumigen, reichverzierten Apsis thronte bei festlichen Anlässen und offiziellen Staatsakten der Kaiser, umgeben von den höchsten Würdenträgern des Reiches. Kein Pfeiler, keine Säule bietet die Möglichkeit eines Vergleichsmaßstabes. Ganz im Banne des gewaltigen Raumes mußte sich der Mensch klein vorkommen, und sein Blick war hingewandt in die farbenprächtige Apsis, wo der Kaiser in halborientalischem Zeremoniell Hof hielt. Mit ihrer kostbaren Innenausstattung und ihrem überdimensionalen Raummaß verkörpert die Palastaula in eindrucksvoller Weise die Größe des römischen Weltreiches, sowie die erhabene Majestät und Allmacht seiner Herrscher."[15]
Erst König Friedrich Wilhelm der IV. fasste 1844 den Entschluss, den schwer verstümmelten Bau wieder in seiner konstantinischen Form rekonstruieren zu lassen und ihn der evangelischen Gemeinde Trier als Kirchenbau zu übereignen.
Die ganzen Überlegungen legen den Schluss nahe, dass die Palastaula im indirekten Zusammenhang mit dem Sonnengottkult steht. Wenn sie auch heute durch ein Kreuz geschmückt wird, so mag ihre Entstehung eher dem Gegenteil, also einem heidnischen Kult zu verdanken sein. Wüßte man nicht, welche Bedeutung Konstantin für das Christentum hat, könnte man an Hand seiner Münzbilder und dieses Bauwerks zu dem Schluß kommen, er sei der Vater eines römischen Sonnenkultes.
Diese Hinweise lassen kaum einen anderen Schluss zu, als dass das wirklich tragende Element des Christentums im Kaiserpalast gar nicht er selbst war.
Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass es Helena erst mit den Jahren gelang, ihn vom Glauben an den einen Sonnengott zum Glauben an den christlichen Gott zu bringen.
Für ihn zählte in erster Hinsicht die Möglichkeit, die Einheit des Reiches und die Macht in seiner Person zu vereinen. Solange das Christentum dem nicht wiedersprach, konnte er es akzeptieren.
Ein weiterer Hinweis, dass er in seinem Glauben an Gott nicht unbeeinflußt schalten und walten konnte, ist die Tatsache, dass Jesus selbst in der Bibel Hinweise auf eine allgemeine Gotteskindschaft gibt, die Konstantin nicht aufgriff. Überhaupt ist die christliche Symbolik in seinem Umkreis sehr dürftig, wenn man davon ausgeht, dass der Sonnengott für ihn nicht mit dem Gottvater des Christentums übereinstimmt.
Es ist kaum daran zu zweifeln, dass Konstantin die Bergpredigt kannte, in der es heißt:
"Selig die Friedfertigen, denn sie werden Söhne
Gottes genannt werden" (Mt 5, 9)
"...auf das ihr Söhne aures Vaters im Himmel werdet; ..." (Mt 5, 45)
Des weiteren (Joh 10,34):
"Jesus entgegnete Ihnen: 'Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: 'Ich habe gesagt: Ihr seid Götter' (Ps 82,6)? Wenn er jene Götter nannte, an die das Wort Gottes erging, und wenn die Schrift nicht außer Geltung kommen kann, wie wollt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat sagen: Du lästerst! Weil ich sagte: Sohn Gottes bin ich?..."
Außerdem heißt es (Mt 6, 9):
"So nun sollt ihr beten: Unser Vater, du im Himmel, geheiligt werde dein Name..."
Die Hinweise in der Bibel auf das Verhältnis Gott – Mensch als Beziehung Vater – Kind sind noch weiter gestreut.
Jesus wurde auch einmal die Frage gestellt: "Sag uns also, was meinst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuern zu zahlen, oder nicht?" [16] Seine kaiserfreundliche Antwort ist bekannt. Konstantin hatte also auch von dieser Seite vom Christentum nichts zu befürchten.
Es wäre für Konstatin und seine Gelehrten ein leichtes gewesen, ein Gedankengebäude zu schaffen, mit einem Ehrenplatz für den ersten Christlichen Kaiser als Sohn Gottes.
Es muss einen triftigen Grund geben, dass dies nicht geschehen ist. Die einleuchtenste Erklärung wäre, dass ein Mensch aus einfacheren Verhältnissen dem Bestreben entgegensteuerte, den 'pontifex maximus' in einen christlichen Gottessohn umzutaufen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auch die späte Taufe Konstantins gibt zu denken. Allein der Glaube, dabei von den Sünden befreit ins Reich Gottes zu gehen, mag nicht Erklärung genug sein. Vor allem nicht, wenn er als Christ hoffen konnte, als Sohn Gottes aufzutreten.
Die ganzen Sachverhalte gegeneinander abgewägt, bleibt festzustellen, dass hier noch jemand anderer am Werk war, als nur Konstantin selbst. Im Volksmund ist Helena ohnehin die tragende Figur im Glauben des Herrscherhauses. Wie so oft mag auch in diesem Falle ein wahrer Kern an all den Geschichten und Sagen sein.
Ein wichtiger Grund Forschungen auch in dieser Richtung zu leiten.
Wie sahen andere Autoren Trier:
"In der späteren Kaiserzeit freilich tritt
sie zurück hinter Trier. Die Stadt der Treverer, Augusta genannt wahrscheinlich
von dem ersten Kaiser, gewann bald in der Belgica den ersten Platz; wenn
noch in Tiberius' Zeit Durocortorum der Remer (Reims) die volkreichste
Ortschaft der Provinz und der Sitz der Statthalter genannt wird, so teilt
bereits ein Schriftsteller aus der Zeit des Claudius den Primat daselbst
dem Hauptort der
Treverer zu. Aber die Hauptstadt Galliens, man
darf vielleicht sagen des Okzidents, ist Trier erst geworden durch die
Umgestaltung der Reichsverwaltung unter Diocletian. Seit Gallien, Britannien
und Spanien unter einer Oberverwaltung stehen, hat diese ihren Sitz in
Trier, und seitdem ist Trier auch, wenn die Kaiser in Gallien verweilen,
deren regelmäßige Residenz und, wie ein Grieche des 5. Jahrhunderts
sagt, die größte Stadt jenseits der Alpen. Indes die Epoche,
wo dieses Rom des Nordens seine Mauern und seine Thermen empfing, die wohl
genannt werden dürfen neben den Stadtmauern der römischen Könige
und den Bädern der kaiserlichen
Reichshauptstadt, liegt jenseits unserer
Darstellung."[17]
In einer Betrachtung Konstantins kann diese legendenhafte Begebenheit nicht übergangen werden. Wie alle Berichte über Konstantin findet sich auch dieses Geschehen in zahlreichen Variationen, selbst bei den zeitgenössischen Biografen des Kaisers.
"Die Legende läßt ihm schon in Gallien
und wiederholt in Rom im Traum das Christus-Monogramm mit den
Worten "in hoc signo vinces", "in diesem Zeichen
wirst du siegen" erscheinen, worauf Konstantin dies
auf die Feldzeichen schreiben ließ und siegte."[18]
In Eusebius Schilderung von der Schlacht an der Milvischen Brücke kommt die Erscheinung des Kreuzzeichens nicht vor:
"Fürs erste empfand Konstantin, der Oberste
im Reiche an Würde und Rang, Mitleid mit den bedrückten Einwohner
Roms. Nachdem er Gott, der im Himmel ist, und sein Wort, den Erlöser
allerJesus Christus, im Gebete zu
Hilfe gerufen, rückte er mit der ganzen Streitmacht vor, um den Römern
die von den Ahnen ererbte Freiheit wiederzugeben. Maxentius, der mehr auf
Zauberkünste als auf die treue Gesinnung seiner Untertanen baute,
wagte es nicht auch nur den Fuß vor die Tore der Hauptstadt zu setzen.
Auf jeden Platz und in jeden Flecken und jede Stadt, die im Umkreis von
Rom und in ganz Italien von ihm unterjocht waren, hatte er eineungezählte
Menge von Schwerbewaffneten und unendliche Abteilungen von Legionären
gelegt. Im Vertrauen auf den göttlichen Beistand griff der Kaiser
die erste, zweite und dritte Stellung des Tyrannen an, die er alle spielend
nahm, marschierte weiter im Innern Italiens vor und kam bis in die Nähe
Roms."[19]
Eusebius spricht von drei Stellungen, die von Konstantin genommen wurden, bevor er vor Rom eintraf. Der Anblick eines Zeichens wird mit keiner Silbe erwähnt. Ebenso wenig bei der Schilderung der Schlacht selbst.
"Da er vor der göttlichen Macht, die sich
mit Konstantin verbündet, floh und über den auf seinem Marsche
liegenden Fluß setzen wollte, wurde ihm die Schiffbrücke, die
er sorgfältig über denselben hatte schlagen lassen, zum Verderben."[20]
Eusebius nutzt bei der Schilderung in großem Umfang das Stilmittel der Allegorie. Er vergleicht den Untergang des Maxentius mit dem des Pharaos und seinem Heer im Roten Meer und Konstantin wie schon mehrmals vorher mit Moses. Diese Allegorie führte sogar dazu, dass man Konstatin in einem Gemälde als uralten Mann darstellt[21] obwohl er damals wahrscheinlich 25 –30 Jahre alt war (siehe Zeittafel oben).
"Denn die über den Fluß gelegte Brücke
löste sich, der Boden wich unter den Füßen, und die Boote
mitsamt der Mannschaft verschwanden in der Tiefe, und zwar er, der Allergottloseste,
zuerst, und dann seine Leibwache..."[22]
Wäre die Geschichte allein auf diese Schilderung angewiesen, würde niemand etwas von den Erscheinungen des Kreuzzeichens wissen. Es besteht also die Möglichkeit, dass Eusebius bei der Niederschrift dieses Textes noch nichts von der Legende der Kreuzvision wußte. Seine Schilderung wird durch die von Prof. Clauss erwähnte Schilderung des Hergangs nach Lactanz ergänzt: "Er wurde von seinem Pferd in den Tiber geschleudert und ertrank." [23] Ein ganz typischer Zwiespalt der Quellen, hier die Pontonbrücke, dort ein Pferd. Da es jedoch nur um den Tod des Maxentius geht, wollen wir es dabei belassen.
"But
since the victorious emperor himself long afterwards declared it to the
writer of this history, (1) when he was honored with his acquaintance and
society, and confirmed his statement by an oath, who could hesitate to
accredit the relation, especially since the testimony of after-time has
established its truth? He said that about noon, when the day was already
beginning to decline, he saw with his own eyes the trophy of a cross of
lightin the heavens, above the
sun, and bearing the inscription, CONQUER BY THIS. At this sight he himself
was struck with amazement, and his whole army also, which followed him
on this expedition, and witnessed the miracle."[24]
"Während er das Gebiet seines Vaters von Trier aus regierte, mußte er sehen, dass Rom von einem Tyrannen (Maxentius) unterdrückt wurde. Den Kampf mit diesem wollte er zuerst den Beherrschern der übrigen Teile des Reichs überlassen. Da keiner von ihnen imstande war, traf er selbst die nötigen Zurüstungen.
Er bedachte aber, dass er einer mächtigeren Hilfe bedürfe als sie ihm, die Soldaten, zu bieten hätten. Er rief in seinen Gebeten den Gott seines Vaters an und flehte zu ihm, er möge ihm zu den bevorstehenden Kämpfen hilfreich seine Hand reichen. Da habe er, der Kaiser, wie er selbst berichtete, oben am Himmel das Siegeszeichen des Kreuzes, aus Licht gebildet, erblickt und dabei die Worte gelesen: „Durch dies siege!” Der Kaiser, in der Überzeugung, Gott habe ihm diese Erkenntnis übermittelt, ließ eine Fahne mit dem Zeichen herstellen und seinem Heer vorantragen. Dadurch errang er den Sieg über Maxentius." [25]
Die Vereidigung deutet an, dass die Geschichte entweder vom Autor selbst als unglaubwürdig eingestuft oder zeitlich unsicher ist. Das sie ganz unwahr sein soll, scheint im Angesicht des Eides eines Kaisers ebenfalls wenig glaubhaft. Eusebius schrieb die angeblichen Geschehnisse erst 20 Jahre nach der Schlacht an der Milvischen Brücke auf.
Die erwartungsgemäß sehr abergläubigen Menschen dieser Zeit waren davon überzeugt, dass man den Göttergestalten ihres zahlreich bevölkerten Himmels begegnen kann. So schreibt Prof. Clauss: " Die Antike Welt ging wie selbstverständlich davon aus, dass sich der Gott mit dem Menschen und der Mensch sich seinerseits mit dem Gott in Verbindung setzen konnte."[26] Er bezieht sich dabei auf eine Schilderung eines Redners: "Du hast ihn wirklich gesehen und dich in seinen Zügen wiedererkannt..."[27] der sich dabei auf eine Begegnung mit dem Gott Apollo bezieht, einer der zahlreichen Personifizierungen des Sonnengottes.
Die ältesten Quellen nennen keine Erscheinung, spätere zwei. Es gab zahlreiche Deutungsversuche. Eine der interessantesten stammt von Heilland aus dem Jahre 1948. Er hatte errechnet, dass am Datum der Schlacht an der Milvischen Brücke die Planeten so standen, dass man sie mit dem Hintergrundsternen mit etwas Phantasie als Christusmonogramm erkennen konnte. Im folgenden seine Zeichnung der Szene:
B010: Das Christuszeichen am Sternenhimmel
Es gibt also wenigstens zwei Versionen dieser angeblichen Erscheinung. Wichtig an der ganzen Geschichte war für die Zeitgenossen Konstantins der direkte Kontakt zwischen Gott und dem Kaiser. Es konnte nicht sein, dass der Kaiser durch Vermittlung eines Dritten zum Glauben und zu Verwendung christlicher Symbolik hingeführt worden war, es musste von Gott selbst kommen. Wäre wirklich das Christusmonogramm am Himmel deutlich erkennbar gewesen und hätte es jedermann als solches Zeichen erkannt, so müssten auch die beiden Schilderungen übereinstimmen. Daher kann es sein, dass sehr wohl ein Christusmonogramm von manchen am Himmel erkannt wurde oder eine Leuchterscheinung für Konstantin von Bedeutung war. Ein eindeutiger Kausalzusammenhang liegt mit Sicherheit nicht vor. Von daher kann man die Schilderungen in die Schublade 'Legende' ablegen. Trotzdem möchte ich dem Leser eine der schönsten Formen dieser Legende nicht vorenthalten. Sie stammt, wie könnte es anders sein, aus dem Hunsrück, dem im Süden an Trier grenzenden Waldgebiet:
" KONSTANTINS KRON Das Plateau auf dem langgezogenen
Bergrücken zwischen dem Tal der Dhron und der Mosel, hoch über
Neumagen am Leyenberg "Kron".
In dem römischen Kastell auf Kron bei Neumagen
lagerte einst Kaiser Konstantin mit seinen Legionen. Er hatte im ganzen
Land Truppen zusammengezogen und rüstete einen Heerzug gegen seinen
Widersacher Maxentius, der ihm die Herrschaft streitig machen wollte. Sorgenvoll
blickte der Kaiser in die dunkle Zukunft. Der bevorstehende Kampf bereitete
ihm Kummer, denn Maxentius zählte zu den erfahrensten Feldherren und
verfügte über ein starkes, gut ausgerüstetes Heer.
Plötzlich musste Konstantin an seine Mutter
Helena denken. Sie betete immer zu ihrem Gott, wenn sie in Nöten war,
aber diesen Gott kannte er nicht näher, wusste als rauer Kriegsherr
nicht viel von ihm.
Es war am späten Nachmittag, so erzählt
der Kirchenhistoriker Eusebius, die Sonne stand bereits tief über
den Moselbergen, da erschienen plötzlich am Himmel weithin leuchtende
Lichtstrahlen, die sich zu einem strahlenden Kreuzzeichen formten.
Der Kaiser erschrak über diese Erscheinung, ließ seine Sterndeuter kommen, aber niemand wusste eine Erklärung. Stumm betrachtete Konstantin das geheimnisvolle Himmelsbild, da erkannte er in lateinischer Sprache die Worte:’ In diesem Zeichen wirst du siegen!’... usw. (Anmerkung des Verfassers )“[28]
Allein schon die Art, wie hier der Volksmund das Verhältnis der Personen Helena und Konstantin zu ihrem Glauben zeichnet, zeigt wie die im Volke lebende Geschichte die historischen Zusammenhänge sieht.
Wir werden dieser schlummernden Historie noch einmal begegnen, wenn wir den Verbleib Helenas in ihren schwersten Jahren erforschen.
318 der ca. 1800 Bischöfe des Römischen Weltreiches nahmen persönlich daran Teil. Neben dem Autor der Vita Eusebius nahm auch der Bischof von Trier daran teil. Die wichtigsten Figuren auf dem Konzil waren neben Konstantin und seinen Angehörigen freilich Arius und sein Gegenspieler Alexander von Alexandrien und dessen jungen Begleiter Athanasios (der Große).
Entscheidend für den Ausgang des Konzils war, dass es Alexander gelang den Arianismus zu verdammen und das obwohl Konstantin selbst eher dem Arianismus zuneigte, was sich dadurch belegen lässt, dass er im Jahre 334 unter dem Einfluss von Eusebius Arius aus der Verbannung holen lässt.
Bereits bei den Zwistigkeiten, die der Synode vorausgingen, hatten diese Personen eine entscheidende Rolle gespielt. An den Kaiser wurden die Zwistigkeiten sicherlich von Eusebius herangetragen, der ebenfalls stark involviert war. Wurde er doch 324 von einer Synode in Antiochien exkommuniziert, da er sich für Arius eingesetzt hatte.Das Zentrum der drohenden Kirchenspaltung war dabei Alexandrien. Hier war Arius Presbyter an der Baukaliskirche. 318 hatte ihn Alexander von Alexandrien exkommuniziert. Dazu war eigens eine Synode nach Alexandria berufen worden, die von fast 100 Bischöfen aus Ägypten und Libyen besucht worden war.
Während des Konzils von Nicäa sammelte sich je eine kleinere Anzahl von Anhängern um Arius und Eusebius von Nikomedien einerseits und um Alexander von Alexandrien und seinen Diakon Athanasius anderseits.
Um Eusebius hatte sich die größte Anhängerschaft geschart. Es war sozusagen die konservative Gruppe mit einem Glaubensgebäude, das auf Origenes zurückging.
Nun ging es darum, die Glaubensrichtlinien in einem Schriftstück festzuhalten, um eine Grundlage für ein staatstragendes Christentum zu schaffen.
Eusebius von Nikomedien arbeitete ein Glaubensbekenntnis aus, das ganz auf den Arianischen Gedanken aufbaute. Es wurde von der Mehrheit der Bischöfe energisch abgelehnt.
Eusebius gelang es in geschickten Verhandlungen die Kirchenoberen zu überzeugen, sein eigenes Taufsymbol als Grundlage für ein zu schreibendes Glaubensbekenntnis zu nehmen.
Hosius von Córdoba und Alexander von Alexandrien verlangten antiarianische Überzeugungen, wie die Idee der Wesenseinheit des Sohnes mit dem Vater (homoousios) und ähnliche Ansichten wie 'gezeugt undnicht geschaffen' und 'aus dem Wesen des Vaters' in das Glaubensbekenntnis aufzunehmen.
Es gelang Ihnen mit Hilfe Konstantins ihre Forderungen durchzusetzen. Wobei Konstantin wohl in erster Linie daran lag, Jesus als göttliches Wesen zu sehen, so wie man römische Kaiser als Götter verehrt hatte. Er konnte kein Interesse daran haben, ihn wie die Arianer als Geschöpf Gottes zu sehen, wie den aus Lehm geschaffenen Menschen. Der Kaiser selbst drängte Eusebius dazu, das Nicänische Glaubensbekenntnis mit zu unterzeichnen (siehe Anhang II).
Konstantin, der von seiner logischen Grundauffassung wohl auch eher zum Arianismus neigte (der Jesus nur als einen von Gott bevorzugten Menschen sieht), hatte Eusebius jedoch keinesfalls überzeugt. So blieb er in den folgenden harten und dogmatischen Auseinandersetzungen ein unerbittlicher Gegner des sogenannten Nicänums (Nicänisches Glaubensbekenntnis) und des Athanasius.
Eusebius hatte mit seiner großen Anhängerschar ein hohes Gewicht und seine Neigung zu Arius sollte Folgen haben. So gelang es seiner Partei, den Kaiser zu überzeugen, der Kirchenzwist ginge auf Athanasius zurück und er müsse darum beseitigt werden. Statt die Uneinigkeiten zu glätten, hatte das Konzil sie noch stärker hervorgehoben. Daher willigte Kaiser Konstantin ein, auf einer Synode gegen Athanasius zu verhandeln. Die Versammlung sollte einberufen werden, bevor man in Jerusalem zur Einweihung der Grabeskirche zusammenkam. Athanasius wurde aufgefordert, Mitte 335 vor der Synode in Tyrus zu erscheinen.
Meletius von Lykopolis und seine Anhängerschaft traten als Kläger auf und Eusebius von Nikomedien mit seinen Jüngern als Richter.
Auf Grund des ungünstigen Verlaufes der Synode floh Athanasius heimlich aus Tyrus und reiste nach Konstantinopel, um vor dem Kaiser selbst Recht zu erfahren.
Die Teilnehmer an der Synode reisten nun von Tyrus zur Einweihung nach Jerusalem und setzten dabei ihre Beratungen fort.
Athanasius bewegte Konstantin dazu, die Gruppe ebenfalls an den kaiserlichen Hof zu laden. Die Teilnehmer dieses Kronrates waren Eusebius von Cäsarea, Eusebius von Nikomedien, Theognis von Nicäa, Patrophilus von Skythopolis, sowie die Anführer der abendländischen Arianer Ursacius von Singindunum (Belgrad) und Valens von Mursa (Pannonien).
Athanasius wurde nun beschuldigt auch politische Interessen zu verfolgen und man erreichte, dass der Kaiser ihn ohne Verhör 335 nach Trier verbannte.
seine Herrschaft nach Konstantinopel verlegt und Papst Silvester dem I. seinen Palast, die Herrschaft über Rom und das gesamte weströmische Reich vermacht hat.
Papst Stephan II. zwang damit Pippin zum Eingreifen
gegen die Langobarden. Wahrscheinlich ist die Urkunde auch zu dieser Zeit
verfertigt worden. Sie war lange eine wirksame Waffe gegen das Machtstreben
weltlicher Herrscher Europas. Aber bereits im Mittelalter wurde sie stark
kritisiert. Insbesondere wurde Konstantin die Befugnis abgesprochen, die
Hälfte seines
Reiches abzutreten. Auch Konstantin selbst kam so in
Misskredit. Im 15. Jahrhundert wurde schließlich von Nikolaus von
Kues bewiesen, dass es sich um eine Fälschung handeln muss.
Nebenbei prunkte die Stadt mit ihrem Reichtum, gewaltige Bauwerke (Kirchen, Basiliken, Paläste, Villen) reihten sich aneinander. Nicht umsonst war die Stadt, ebenso wie der byzantinische Kaisertitel, für Karl den Grossen das Maß aller Dinge."[29]
Diese Stadt war eines der größten Bauvorhaben in der Geschichte der Menschheit. Das neue Rom wollte bereits Nero schaffen. Städtegründungen gehörten weniger in das Ressort römischer Kaiser, wenigstens im geringerem Maßstab als beispielsweise zur Gestalt Alexanders des Großen. Die einzige Weltstadt in diesem Zusammenhang ist mit Sicherheit Konstantinopel und Konstantin hat sich damit ein bleibendes Denkmal gesetzt. Er hat das geschafft, wovon vor ihm viele Kaiser geträumt haben mögen. Er schuf ein neues Rom, das Rom des Ostens. Ein Rom der Zukunft, aus der Sicht der Menschen seiner Zeit.
Konstantin hatte nur eine geringe Affinität zu Rom. Er hat es erst sehr spät kennen und wohl nie schätzen gelernt. Das mag auch daran liegen, weil in Rom das Zentrum des römischen Götterglaubens war. Fast alle wichtigen Heiligtümer des damaligen Glauben befanden sich in dieser Stadt. Es waren sozusagen die Tempel, aber auch die Vorhaltungen, die ihn als Ungläubigen gegenüber dem bisherigen staatlich getragenen Glauben sahen. Hinzu kamen noch Verunglimpfungen gegen ihn als Person und seine im Grunde illegitime Herkunft.
Wen wundert es, dass er sich nach einer anderen Bleibe umsah.
Trier oder gar England war die Grenze des Reiches. Für ihn blieb nur, sich zur Mitte hin zu orientieren. Byzanz bildete sich vorher einen Nabel, die Schnittstelle der Welt und der Bosperus war die Naht. Denn hier liefaller Ost- und Westhandel vorbei oder gar hindurch. Damit war der Bauplatz für Konstantinopel ideal gewählt.
Das sollte noch sein Untergang beweisen, der nicht zuletzt darauf zurück zu führen ist, das die Venezianer Konstantinopel als störendes Zolltor des gesamten Welthandel sahen und es deshalb mit einem miesen Trick zu beseitigen trachteten.
Es wurde durch die Ritterheere des 4. Kreuzzuges geplündert und schwer zerstört. Das war in erster Linie das Werk eines Mannes, des Dogen Enrico Dandolo.
Der vierte Kreuzzug war von Papst Innozenz dem III. ausgerufen worden. Ausgangspunkt war ein Turnier in der Champagne am 28. 11. 1198. Es nahmen etwa 11000 Kreuzfahrer teil, vor allem Angehörige des französischen Adels unter Führung von Wilhelm von Monferrat und Balduins von Hennegau.
Der bereits über 90jährige und blinde Doge von Venedig stellte den Kreuzfahrern eine Flotte zur Verfügung. Als Vergütung mussten sie ihm die christliche Stadt Zara in Dalmatien erobern. Damit nicht genug. Schließlich ließ er sie 1204 gegen Konstantinopel ziehen. Eine Palastrevolution arbeitete den Eroberern in die Hände. Nach dem Fall der Hauptstadt bekam Venedig ein Achtel des byzantinischen Reiches. Der Untergang Byzanz war nicht zuletzt die ganz persönliche Rache eines Greises. Kaiser Manuel hatte 30 Jahre vor diesem Geschehen Enrico Dandolo blenden lassen.
Das errichtete lateinische Kaiserreich von Konstantinopel hatte nicht lange Bestand. 1261 wurde das byzantinische Reich, ohne die einstige Macht, wieder errichtet. 1453 fiel die Stadt endgültig in die Hand der Türken.
Es würde den Rahmen dieser Abhandlung sprengen,
wollte ich nach der Geschichte ihrer Zerstörung auch über den
Bau dieses Stadt und Ihre Bedeutung berichten. Man kann sie heute noch
besuchen und es gibt sogar noch große Baudenkmäler aus der Zeit
ihrer Gründung durch Konstantin.
Folgende, sagenhafte Behauptungen gibt es zu Helenas Leben:
vZum Bau des Trierer Domes stiftete sie ihre Räumlichkeiten im dortigen Kaiserpalast.
vDas Gewand Jesus soll sie in Palästina aufgefunden und nach Trier gebracht haben lassen.
vSie soll das Grab Jesu gefunden haben.
vSie hat angeblich das Kreuz Christi ausgraben lassen.
Auch ihre Bedeutung für Konstantin ist sehr geheimnisvoll. Das Verhältnis des Kaisers zu seiner Mutter scheint von einem hohen Maß nach Achtung und Respekt getragen.
Allein wenn man die Bauwerke aufzählt, die im Zusammenhang mit Helenas Namen standen, wird dies ersichtlich. Da sind Reste der Räumlichkeiten des Trierer Kaiserpalastes, in denen offensichtlich Helena lebte, die Thermae Helena in Rom. Drephanum in Bithynia, die Geburtsstadt der Helena Augusta, wurde von Ihrem Sohn in Helenopolis umgetauft. Die Paarung der Städtenamen Konstantinopolis und Helenopolis zeigt deutlich, wie er seine Mutter bezüglich des Kaisertums mit sich selbst auf eine Stufe stellte.
Während andere Kaiser aus Angst, ihre Macht zu teilen, ihre Mütter beseitigen ließen (siehe Nero), hat Konstantin offensichtlich seine Mutter gesucht und sie dann zur Mitregentin gemacht. Angesicht ihrer niederen Vergangenheit konnte er aus diesem Vorgehen keinerlei Vorteile gewinnen. Sein Anrecht auf den Thron hatte er durch die Vergöttlichung seines Vater zu festigen gesucht. Im Gegensatz dazu belegte die Anwesenheit seiner Mutter stets seine unlegitime Herkunft.
Der Zeitpunkt der Inthronisierung Helenas ist leider sehr unsicher.
"Dazu gehört die Einsetzung des siebenjährigen Constantius II. in den Rang eines Cäsar, so wie die Einbeziehung seiner leiblichen Mutter Helena und seiner Gattin Fausta in die Repräsentation des Kaiserhauses; beide, die wohl von Konstantin selbst zum Christentum bekehrt worden waren, erhielten den Ehretitel einer Augusta."[30] Der Autor bezieht sich hierbei auf das Jahr 325. Helena führte vorher bereits den Titel Nobilissma Femina auf Münzprägungen. [31] Gegen die Annahme der späten Taufe Helenas spricht die Tatsache, dass sie bereits kurz nach dem Tod von Constantius in Trier verweilt haben muß. [32] Dazu gibt es einige sagenhafte Quellen, die in der lokalen Heimatliteratur festgehalten wurden. Sie besagen unter anderem, dass Helena einen Teil ihrer Zimmer des Palastes für den Bau des Trierer Domes zur Verfügung stellte. Diese vage Behauptung fand eine Bestätigung, nachdem man unter dem Trierer Dom Reste herrschaftlicher Wohnräume ausgrub, unter anderem eine Saaldecke mit Deckengemälde und einem weiblichen Kopf, der alle physignomischen Merkmale Helenas trägt.
B011: Helena als Deckenbild in einem ihrer Gemächer
Die Beziehung Helenas zu Trier und den Christen in Trier zeigte sie am deutlichsten durch die
Stiftung des Heiligen Rocks als Reliquie für die große Trierer Wallfahrtskirche, den Vorgängerbau des Trierer Domes. "Bei ihrem Aufenthalt in Jerusalem habe sie das Hl. Kreuz und die Tunika Christi wieder aufgefunden. Das Gewand sei auf ihre Anordnung hin nach Trier gebracht worden." [33] Eine Geste die überdeutlich zeigt, daßdas konstantinische Herrscherhaus mit Trier eine besondere, auf dem Christentum beruhende, Erinnerung hegte. Was liegt näher, als hier den Ursprung von Konstantins christlicher Glaubensauffassung zu sehen. Wenn dem so ist, kann es nur Helena gewesen sein, die ihn in ihren Jahren in Trier dem Christentum nahegebracht hat.
"
When in 289 Constantius became Caesar and married Theodora, he separated
from Helena and Helena's life recedes into obscurity for us. The gap in
our knowledge about Helena's life lasts at least until 306, when the troops
in York proclaimed Constantine the successor of his father." [34]
Konstantin verweilte von 306 bis 312 in Trier und
nur in dieser Zeit kann auch Helena sich dort aufgehalten haben. Ihre angebliche
Bekehrung zum Christentum im Jahre 325 paßt gar nicht in diese archeologischen
Tatsachen. Hinzu kommt, dass eine vorkonstantinische, christliche Kultur
in Trier bisher nicht nachgewiesen wurde. Konstantin gibt seine Zuwendung
zum Christenum jedoch für die Zeit kurz vor der Schlacht an der milvischen
Brücke an, was eindeutig auf Trier hinweist. Es ist unwahrscheinlich,
dass er das Christentum erst auf dem Feldzug selbst näher kennenlernte.
1.Blieb Helena am Hof in Trier?
2.Floh sie in den östlichen Teil des Reiches?
3.War sie in einer anderen Metropole des Reiches, etwa in Byzanz?
4.Blieb sie in geografischer Nähe?
Der erste Punkt ist äußerst unwahrscheinlich, da er Reibereien heraufbeschworen hätte. Außerdem war Helena gewiß eine stolze Frau und gekränkt.
Gegen den zweiten Punkt sprechen die heftigen Christenverfolgungen in den östlichen Reichsteilen. Außerdem ist die räumliche Distanz bis zu ihrer Heimat sehr groß und es ist unwahrscheinlich, dass ihre Familienmitglieder noch lebten.
So bleiben die beiden letzten Punkte als wahrscheinlich übrig. Wobei der letzte Punkt am ehesten zutreffen könnte.
Gerade für diesen Punkt müssten sich doch eigentlich Belege in der Umgebung Triers finden lassen.
Also machte ich mich auf die Suche.
Schließlich fand ich eine heiße Spur in Form einer alten lothringischen Sage, die zu erzählen weiß, dassHelena sich etwa eine Tagesreise (ca. 150 km) von Trier entfernt versteckt hatte.
Auf dem 'Herapel', einem Berg bei Forbach, gab es eine römische Kleinstadt, sie lag unweit einer wichtigen Straße Trier - Straßburg - Rom und könnte durchaus der Aufenthaltsort einer verschmähten Ehefrau gewesen sein.
Die geografische Lage des Bergrückens weißt ihn als bevorzugte Lage für eine keltische Höhenfestung oder ein Oppidum aus. Der Bergrücken ist nur über eine schmale Zufahrt (ca. 150 m breit) von Osten erreichbar (gut auf der Karte am Verlauf der Straße zu erkennen). Zu allen Seiten gibt es stark abschüssiges Gelände, das man gerade noch begehen kann. Mit einer Mauer geschützt, ob zur keltischen Epoche oder unter den Römern ergibt sich eine kaum nehmbare Festung. Trotzdem wurde der Herapel mehrmals zerstört.
So auch bei den Germaneneinfällen 275, als der Herapel geplündert und niedergebrannt wurde. Bei früheren Germaneneinfällen war er offenbar verschont worden. Nach Ihrer Verstoßung mag sie in Richtung Süden gereist sein. Vielleicht wollte sie nach Rom oder sogar weiter in ihre Heimat. Wenn man die damaligen Reisemöglichkeiten berücksichtigt, so war es von Trier bis zum Herapel eine gute Tagesreise. Daraus konnte ein Aufenthalt resultieren und der Wunsch hier eine Tagesreise von Trier länger zu verweilen.
Am Herapel sind bereits mehrere große Grabungen (Traize 1753 – Entdeckung des Tempels, Heirich Boecking 1827 - 1567 Gegenstände aus den Grabanlagen, Emil Huber 1882 – Erforschungder Tempelanlage, 1986 Notgrabungen ) erfolgt. Seine wirkliche Bedeutung ist jedoch nicht ganz klar. Interessant sind eine 114 m Durchmesser große achteckige Tempelanlage und reiche Grabbeigaben, die bei Ausgabungen auf dem ca. 6 Hektar großen Friedhof entdeckt wurden.
Schon der heutige Name der Siedlung ist interessant. Herapel deutet einen Ursprung in Herapolis (Stadt der Hera an). Vom Namen her paßt der Ort wunderbar in die Namensgebung von Konstantinopolis und Helenopolis, also auch sehr gut in die Zeit Konstantins, in der offenbar eine hellenistische Namensgebung bei Städtenamen üblich war.
B012: Kartenausschnitt Herapel
Die Ausgrabungen belegen jedoch keineswegs eine Gründung in der konstantinischen Ära, der Herapel ist bereits wesentlich früher von Galliern und später von einer galloromanischen Bevölkerung besiedelt gewesen. Leider konnten meine Recherchen keinen römischen Namen, noch eine Karteneintragung, auffindbar machen.
Das Bild, das die Funde uns zeigen, ist das eines mittelgroßen Handels- und Handwerkszentrums.
Vielleicht hielt Helena sich mit dem Einverständnis ihres ehemaligen Gatten dort auf. So ist es durchaus möglich, das der Kontakt in Wirklichkeit gar nicht abriß. Nur die Tatsache, dass Christen bald nach der Trennung fast im ganzen Reich verfolgt wurden, verhinderte, dass sich die Beiden öffentlich sahen. Es mag zwar sein, dass im Teilreich des Constantius Christen nicht so hart verfolgt wurden, aber eine Beziehung des Cäsaren zu einer Christin, selbst wenn es seine ehemalige Gattin war, hätte mit Sicherheit eine Regierungskrise heraufbeschworen.
Sicherlich hat Constantius seine ehemalige Geliebte oder Ehefrau mit einer Rente, Abfindung oder Immobilien bedacht. Auch im Bezug auf eine Immobilie bietet sich der Herapel an. Es war eine Kleinstadt mit hohem Lebensstandard, wie die Funde zeigen und es war nicht weit von Trier. So war Helena aus dem Weg und doch nicht weg.
In einem Gebilde, wie dem Römischen Weltreich, ist es unwahrscheinlich, dass ein Mensch aus ärmsten Verhältnissen sich ohne Unterstützung in der Nähe einer Metropole wie Trier halten kann. Darum weist diese Sage ein nicht unrealistisches, geschichtliches Geschehen aus. Auch die Rückkehr an den Kaiserhof in Trier, nachdem Konstantin die Macht übernommen hatte, ist so leichter erklärbar. Konstantin brauchte keine Rücksicht auf seine Karriere zu nehmen, wie sein Vater und auf eine Nebenbuhlerin zu seiner Mutter sowieso nicht. Allerdings befanden sich die Christenverfolgungen gerade auf ihrem Höhepunkt, als Helenanach Trier zurückkehrte. Wo nicht einmal sicher ist, ob sie vor ihrer Verbannung schon einmal in Trier war. Die Zeitspanne dafür wäre 285 bis 289 und damit etwas kurz. Denn im November 285 wurde Maximianus zum Cäsar der Westprovinzen ernannt, deren Hauptstadt Trier war. Constantius aber war Befehlshaber von dessen Prätorianern. 289 heiratete er bereits Theodora, die Tochter des Maximianus. Wenn überhaupt so war Helenas Aufenthalt in Trier damals nur kurz. Es wäre ja auch möglich, dass sie ihrem Geliebten aus Kleinasien bis nach Trier folgte und sich auf dem Herapel niederließ, während er von Trier aus regierte.
Etwas spricht jedoch gegen diese Theorie. Ihre große Hoffnung war mit Sicherheit Konstantin, ihr Sohn. Denmn sie konnte nicht erwarten, dass ihr Mann sich ihr noch einmal zuwandte. Aber Konstantin war in Kleinasien bei dem Christenverächter Diokletian.
"Erzogen wurde er am Hof bei Kaiser Diokletian
in Nikomedia, dem heutigen Izmit in der Türkei, dessen Tochter Fausta
er 307 heiratete." [35]
Das ergab drei Unsicherheitsfaktoren für Helena:
1.Konstantin konnte sich unter Diokletians Einfluss gegen die Christen wenden und seine Mutter verstoßen (vorausgesetzt natürlich, dass sie damals schon Christin war).
2.Konstantin wurde zum Cäsaren ernannt und ging direkt nach Rom oder blieb als Cäsar in Kleinasien.
3.Konstantius starb und Konstantin hatte keinen Grund mehr in den Norden des Reiches zu kommen.
Alle diese Punkte sind natürlich nur interessant, solange Mutter und Sohn keinen Briefwechsel miteinander führten. Eine Sache, die zwar nirgendwo erwähnt, trotzdem nicht von der Hand zu weisen ist.
Aber auch diese Vermutung spricht für den Herapel, da er zweifellos an einer Verbindungsstraße nach Rom lag. Für die damalige Zeit gleichbedeutend mit einer wichtigen Nachrichtenstrecke.
Wenn man die dünnen Spuren Helenas am Herapel entdecken möchte, muss man den Hang des Berges entlang wandern, bis man auf eine eingefasste Quelle stößt, die in einer merkwürdigen Symbiose zwischen dem kahlen Felshang einer Nische und einem winzigen Bauwerk aus der Erde sprudelt.
B013: Die Helenenquelle mit Helenenkapelle am Herapel (Zeichnung:Wolmeringer, 1981 )
Die Zeichnung
gibt den Zustand der Anlage von vor 20 Jahren wieder. Zwischenzeitig soll
der Felshang zusammengerutscht sein.
Der Volksmund
bezeichnete die Quelle als Helenenquelle und die kleine Baude als Helenenkapelle.
Er berichtet, dass die Heilige auf dem Herapel Zuflucht fand, als ihr Mann
sie verstieß. In dieser Zeit soll sie einen Großteil der Bewohner
dieses Fleckes zum Christentum bekehrt haben. Ihr zu Ehren habe man die
Quelle in Helenenquelle umgetauft und dort eine kleine Kapelle errichtet,
nachdem man das Götzenbild gestürzt habe. Eine Quellgottheit,
die seit jeher dort verehrt worden ist.
Das ist eine
sehr interessante Geschichte, da es mit Quellen im gallorömischen
Siedlungsgebiet und zwar hauptsächlich im Raum Lothringen, Saarland,
Luxemburgeine besondere Bewandtnis
hat.
Fast alle ehemaligen
Quellenheiligtümer aus vorchristlicher Zeit in diesem Raum sind einer
Heiligen gewidmet, der heiligen Odilie. Ihre Heiligengeschichte prädestiniert
sie geradezu als Quellheilige, außerdem ist sie die Patronin des
Elsaß. 1807 hatte Papst Pius VII. sie dazu ernannt.
Ihre Lebensgeschichte
ist rasch erzählt: Sie war eine der Töchter des Herzogs Athich
im heutigen Elsass.
In ihrer Heiligenlegende
wird erzählt, dass sie blind geboren wurde und ihr Vater daher ihre
Tötung befahl. Die Mutter Bethsvinda ließ sie heimlich in das
Kloster "Palma" schaffen.
Hier wurde
sie nach der Taufe durch den Wanderbischof Erhard von Regensburg sehend.
Ihr jüngerer Bruder rief sie nach Hause zurück. Daraufhin erschlug
ihn sein Vater. Odilia erweckt ihn zum Leben musste aber vor ihrem Vater
fliehen. Bei der Verfolgung verunglückte ihr Vater. Nach Jahren kam
es zur Versöhnung, worauf sie
die Hohenburg
erhielt, um dort im Jahre 690 das später nach ihr benannte Kloster
Odilienberg als Augustiner-Chorfrauenstift zu erbauen. Sie stand ihm als
Äbtissin vor. Zehn Jahre darauf erfolgte ihre zweite Klostergründung
am Fuß des Berges. Das Kloster Niedermünster besaß ein
Spital und eine heilkräftige Quelle, dessen Platz ihr nach der Überlieferung
Johannes der Täufer in einer Vision gezeigt hatte.
So ist verständlich,
warum zahlreiche Quellen im lotringisch/elsässer Raum Odilienquellen
heißen und man dort seine Augen wäscht im Glauben sie gesund
zu erhalten. In der Tat stellt sich hier die Frage, warum die Quelle am
Herapel keine dieser Odilienquellen geworden ist. Da die Quelle eingefasst
war und auch das kleine Heiligenhäuschen dahinter, bei meinem Besuch
zwar nicht im besten Zustand, jedoch keineswegs fast 2000 Jahre unverändert
schien, wurde hier offensichtlich altes, christliches Brauchtum gepflegt.
Die feste Beziehung zur heiligen Helena schloss wohl eine Umorientierung
zur Lokalheiligen Odilie aus. Allein schon den Herapel in Beziehung zur
Kaiserin Helena zu bringen, scheint mir selbst für den Bereich der
Volkssagen zu gewagt, wenn nicht etwas wahres an der Sache wäre. Die
Existenz der Quelle tut ihr übriges.
Es existiert
aber noch ein weiterer, wenn auch ebenfalls sehr wage und doch hoch interessanter
Hinweis. Eine Glasflasche nämlich, die man auf der Nekropole des Herapel
ausgrub. Sie zeigt ein weibliches Gesicht. Ein künstlerisches und
wunderschönes Stück, aber an sich nichts besonderes.


B014: Römische
Glasflasche
Zum direkten
Vergleich wurde der Flasche hier die Helenenbüste gegenüber gestellt.
Selbst ohne Computeranalyse lassen sich Übereinstimmungen finden.
Was immer wieder auffällt, ist Helenas auffällig kleiner Mund.
Er findet sich auch auf dem Deckenfresko. Berücksichtigt man die erhobene
Stellung des Kopfes bei der Flaschenskulptur kann man mit einer Analyse
über 80% Übereinstimmung finden.
Die Verwendung
eines kaiserlichen Kopfes als Gefäß scheint etwas abwegig. Eine
naheliegende Überlegung scheint es darin eine Wasserkaraffe zu sehen.
Da die Quelle am Herapel mit Sicherheit einen Teil der Wasserversorgung
der Siedlung sicherte, liegt der Zusammenhang Wassergefäß -
Helena auf der Hand. Vor allem wenn die Wasserquelle einen direkten Bezug
zur Kaiserin Helena darstellt.
Schenkt man
der Sage Glauben, dass Helena während ihres Aufenthaltes einen Teil
der Bewohner zum Christentum bekehrte, so kann man auch in der Quelle das
Medium der Taufe und sogar so weit gehen, das Gefäß mit der
Taufe in Verbindung zu bringen.
Wirkliche Beweise gibt es für diese Legenden jedoch nicht. In Palästina findet man jedoch zahlreiche Hinweise auf die legendäre Reise der 79jährigen Kaiserin Helena von 324 in das heilige Land.
In der Tat schien Helena bemüht gewesen zu sein, möglichst viele Lokalitäten und andere Spuren der Bibelaufzudecken oder wieder zu finden. Durch ihre Bemühen sind so zahlreiche Punkte aus dem Leben Jesu, von denen man damals noch besser wusste als heute, bis auf den jetzigen Tag in der Erinnerung der Menschen geblieben. Über die Echtheit mancher Gegenstände mag man den Schleier der Geschichte belassen. Einer der wichtigsten Gegenstände ihrer Sammlertätigkeit, der Leibrock Jesu wird in Trier aufbewahrt. Es ist nicht einmal schriftlich belegt, ob sie überhaupt mit seinem Auftauchen in Verbindung stand. Er wird jedoch mit wissenschaftlichen Methoden untersucht und es steht außer Frage, das er aus dem ersten Jahrhundert und aus Palästina stammt (Zumindest das, was noch vom ursprünglichen Kleidungsstück übrig ist).
Es gibt zahlreiche Legenden insbesondere über die Kreuzauffindung. Diese Geschichten hier zu wiederholen, hat wenig Sinn, da ihr Wahrheitsgehalt nicht sonderlich hoch sein kann.
Helena hat eine unbestimmte Anzahl Pilgerreisen unternommen. Es war scheinbar ihr ganz persönliches Anliegen auf diese Weise Gott näher zu kommen, oder vielleicht ein Korn Zweifel zu ersticken.
Helena bereiste das Heilige Land auch als Botschafterin einer Neuen Einstellung gegenüber dem Christentum. Bisher mussten die Christen die Öffentlichkeit fürchten. Nun standen sie im Licht der Öffentlichkeit. Es gab vorher keinen großen Kult in der Öffentlichkeit, also auch keinen Grund irgendwelche Legenden in die Welt zu setzen, Souvenirbuden an irgendwelchen heiligen Stätten zu eröffnen, um den Gläubigen mit allerlei Tand die Geldbörse zu lösen.
Manche Forscher sind der Meinung, es könne sich durchaus in der kurzen Zeit zwischen den letzten Christenverfolgungen und dem Besuch der Kaiserin etwas derartiges entwickelt haben. Möglich wäre es schon, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich. 304 war das letzte antichristliche Edikt verfasst worden und die Christenverfolgungen, vor allem in den östlichen Reichteilen noch in vollem Gange. Genau 20 Jahre reiste Helena ins heilige Land. Natürlich finde sie noch Spuren Jesu. Gerade weil die Christen 300 Jahre verfolgt worden waren. Sie waren gezwungen, vieles heimlich zu tun, vieles zu verstecken. Es hatte sich schon einiges verändert, aber es sollte sich noch viel mehr tun. Vor allen Dingen wurden Kirchen an den heiligen Stätten erbaut und heidnische Tempel niedergerissen.
Der Jupitertempel z.B. den Kaiser Hadrian um 136 nach Christus an der Stelle erbauen ließ, wo einst der Tempel des Herodes stand (Der Tempel, der zu Lebzeiten Jesus in Jerusalem stand), wurde noch während der Regierungszeit Konstantins abgerissen.
Wie wir inzwischen wissen, wurde nach der Synode in Tyros die Grabeskirche in Jerusalem eingeweiht. Das war im Jahre 335.
"Die Grabeskirche (»Mutter aller Kirchen«
(vgl. hl. Johannes von Damaskus) engl. Church
of the Holy Sepulchre; frz. Eglise du Saint Sipulcre)
überwölbt nicht nur das Grab Christi, sondern auch Golgatha,
die
,,Schädelstätte", wo Jesus den Kreuzestod erlitt. Das wird heute ? besonders nach den wissenschaftlichen Forschungen und Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte ? von allen christlichen Konfessionen anerkannt. (Nur eine kleine protestantische Minderheit ist bei ihrer Ansicht geblieben, dass die Hinrichtungsstätte und Grab sich außerhalb der heutigen Stadtmauer befinden müssen.)"[36]
In der heutigen Grabeskirche, die an der Stelle steht, wo auf Geheiß seiner Mutter Konstantin die Basilika hatte errichten lassen, gibt es eine Kapelle der Heiligen Helena. Diese Kapelle gehört der armenischen Glaubensgemeinschaft.
"Die Kuppel des stimmungsvollen Raumes ruht auf vier Säulen, die aus dem 11. Jahrhundert stammen. Rechts vom Hauptaltar befindet sich eine Nische, in der die Kaiserinmutter Helena die Ausgrabungen beobachtet haben soll, die zur Auffindung des Kreuzes Christi führten. Von hier leiten 13 Stufen hinunter in die (römisch-katholische) Kreuzauffindungskapelle, den Teil einer ehemaligen Zisterne, wo in Gegenwart der Kaiserin Helena ein Kreuz gefunden wurde, das seitdem als das Kreuz Jesu verehrt wird. Den Altar und das Standbild der heiligen Helena stiftete Maximilian von Österreich, der spätere Kaiser von Mexiko. "[37]
Professor Martin
Biddle, ein englischer Archäologe, ist der einzige Forscher dem bisher
erlaubt wurde, in der Grabeskirche seinen wissenschaftlichen Arbeiten nachzugeben
schildert das Bauwerk als sehr renovierungsbedürftig.
"Das
Gebäude ist in Gefahr", warnt Professor Martin Biddle. "Jerusalem
liegt in einer Erdbebenzone. Es ist nur
eine
Frage der Zeit, bis ein seismischer Stoß die Kirche wie ein Kartenhaus
umwirft".
Unabhängig
von dem momentanen Zustand der wichtigsten Kirche der Christenheit soll
hier weniger auf das heutige Aussehen als vielmehr auf die Geschichte des
Bauwerkes eingegangen werden.
Es begann alles an jenem Paschafest vor fast 2000 Jahren. An Hand der Schilderungen von Eusebius und anderer Autoren und der Lage des Christusgrabes sowie der Kreuzigungstelle innerhalb der Grabeskirche kann man sich die Örtlichkeit recht gut vorstellen.
B015: Christusgrab und Golgatha
Nach der Kreuzesabnahme, der Grablegung und Wiederauferstehung war das Grab sowie die Kreuzigungsstätte sicherlich bald eine Art Wallfahrtsstelle für die ersten Christen. Denn nachdem die Frauen das leere Grab gefunden hatten, wollten sich viele Weiterevon dem Wunder überzeugen. Es ist fraglich ob von den Behörden überhaupt noch Änderungen am Grab sowie an der Kreuzigungsstätte vorgenommen wurden. Das es ein vielbesuchter Ort war lässt sich aus der Tatsache erahnen, dass Hadrian genau 100 Jahre nach der Auferstehung über der Örtlichkeit einen kapitolinischen Tempel errichten ließ. So erhoffte er wohl der Zustrom der Menschen für den heidnischen Kult zu gewinnen. Dabei wurde die Geografie nicht zerstört sondern nur zugeschüttet, um eine Plattform für den Tempelbau zu erhalten.
Helena hatte von dem Bischof Makarios erfahren, dass sich unter dem Tempel wohl Reste der heiligen Stätten befinden könnten. Sie ließ mit großem Aufwand den Tempel abreissen und die Terrasse abtragen. Zur Überraschung aller fand man das Grab sowie Golgotha so vor, wie man es sich an Hand der Bibeltexte ausgemalt hatte.
Der Bau der ersten Grabeskirche dauerte von 326 bis 335.
Konstantins
Baumeister nahmen große Änderungen am Gelände vor um einen
ebenen Kirchenboden zu erhalten und das ehemals schlecht begehbare Gelände
für große Pilgerscharen zugänglich zum machen.
Dazu
wurde der Hang hinter dem Grab teilweise abgetragen und das Grab selbst
als qubischer Block freigelegt. Einen ähnlichen Block formte man aus
dem felsigen Golgotha.
B016:Die Grabeskirche im Laufe der Jahrhunderte
B017:Der Eingang zur Grabeskirche
"Trotz aller späteren Um? und Neubauten ist
die ursprüngliche Anlage noch heute gut zu erkennen. Ober dem (nun
frei stehenden) Christusgrab (mit Vorraum und Grabkammer) wurde eine mächtige
Rotunde von 38 m Durchmesser errichtet, nach dem Vorbild römischer
Mausoleen. Dieser auch Andstasis (,,Auferstehung") genannte Kuppelraum
blieb in seiner Form seitdem fast unverändert.
An die Rotunde schloss sich östlich ein Innenhof
an, dessen Sildostecke die (nun ebenfalls frei stehende) Kreuzigungsstätte
einnahm. Dieser Teil der Kirche hat heute ein völlig anderes Gesicht,
und von der ursprünglich sehr harmonischen Anlage lässt sich
hier kaum etwas ahnen.
Neben dem Innenhof lag im Osten die eigentliche
Kirche, eine fünfschiffige Basilika, deren Krypta die Kreuzauffindungskapelle
bildete (dort hatte Helena das Kreuz Christi gefunden).
Den Abschluss bildete ein Atrium, ein offener Vorhof, in den man über einige Treppenstufen und durch drei Tore gelangte."[38]
Die Kirche Konstantins sollte die kommenden Jahrhunderte nicht unbeschadet überstehen. Bereits im Jahr 614
wurde sie zerstört als die Perser unter ihren König Khosros IL Jerusalem eroberten.
Aber schon 629 konnte
Der griechisch?orthodoxe Abt Modestos begann 629 mit dem Wiederaufbau, da der Patriarch von den Persern entführt worden war. Dieser Bau überstand unbeschadet die Jahrhunderte bis in das Jahr 1009 als er vom Fatimidenkalifen El?Hakem völlig zerstört wurde. Sogar der Felsrest mit dem Christusgrab entging der wilden Vernichtungswut der Mohamedaner nicht. Mit schweren Hämmern versuchten sie die letzte Erinnerung an Christus aus der Welt zu schaffen.
Wieder musste die Grabeskirche aufgebaut werden. Diesmal war es der byzantinische Kaiser Kanstantin Monomachus der 1048 den Neubau einweihen konnte. Seine Möglichkeiten hatte jedoch einen Neubau nach Konstantinischen Plänen nicht verwirklichen können.
Die Kreuzfahrer eroberten am 15. Juli 1099 diese Grabeskirche. Sie gestalteten die Kirche noch einmal um und sie bleib uns in dieser Form bis1808 erhalten als ein Feuer sie großteils vernichtete.
Der Wiederaufbau wurde recht ungeschickt vorgenommen und im Jahre 1958 einigten sich die wichtigsten vertretenen christlichen Konfessionen für eine eingehende Restaurierung des längst baufällig gewordenen Sakralbaus.
Der Philosoph und Märtyrer Justinian (Mitte des 2. Jhd. n. Chr.) aus Flavia Neapolis, heute
Nablus in Palästina schreibt:
"Als der Moment der Geburt des Kindes in Bethlehem gekommen war, machte Josef bei einer Grotte halt, da in der Herberge kein Platz war, und Maria gebar Christus und legte ihn in eine Krippe. Dort fanden ihn auch die Weisen aus Arabien."
Die Erwähnung einer Grotte sieht man bereits als Zeichen einer damals bestehenden Überlieferung und den Hinweis auf eine solche Örtlichkeit. Genauso bezieht sich das apokryphe Protoevangelium Jakobi (2. Jhd.) darauf wie der Kirchenvater Origenes (3. Jhd.) und damit ein roter Faden bis auf Eusebius. Der nicht unbedeutenden Einfluß auf Helenas Glaubenswelt ausgeübt haben dürfte.
Diese 'Geburtsgrotte' wurde demzufolge auch von Helena aufgesucht.
Im folgenden, so berichtet uns der Kirchenhistoriker Eusebius von Cäsarea wurde die Grotte mit beeindruckenden Kirchenbauten umgeben.
Der heilige Hieronymus, gründete 386 mit der adeligen Römerin Paula und anderen Mönchen und Ordensfrauen in diesen Grotten eine Mönchsgemeinschaft, die sich vor allem dem Bibelstudium widmete. Die Vulgata, jenewichtigste Bibelübersetzung ins Lateinische, geht auf diese Forschungen zurück!
Sein Grab und die Gräber seiner Gefährten liegen in unmittelbarer Nähe der Geburtsgrotte.
Die konstantinische Kirche aus dem 4. Jhd. wich im 6. Jhd. einer anderen Basilika, die von ihren Ausmaßen noch größer war als die Vorgängerin. Sie ist uns bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben und sie ist damit einer der ältesten, komplett erhaltenen Kirchen überhaupt.
Während der Epoche der Kreuzfahrer (12.Jhd.) schmückte man die Wände der Kirche mit kostbaren Mosaiken (mit Gold und Perlmutt unterlegt). Auch von diesen sind bis heute große Teile erhalten geblieben.
Die Abbildungen beziehen sich auf das Neue Testament und der Darstellung der ökumenischen Konzile.
Über den Säulen des Kirchenschiffs sind in einer Reihe Medaillons mit den Bildern der Vorfahren Jesu angebracht
In den Jahren 1934-35 haben archäologische Grabungen eine beachtliche Zahl an Bodenmosaiken aus der Konstantinsbasilika zu Tage gefördert.
Es gibt weitere Hinweise auf das Wirken Helenas im heiligen Land. Sie sind jedoch weniger schwerwiegend und werden darum hier nicht Alle Erwähnung finden.
"Paternoster Kirche. Nach alter Überlieferungsoll
Jesus seine Jünger hier das Vaterunser gelehrt haben (Lukas 11, 2).
Hier, wo Jesus auch den Jüngern die Rede über seine Wiederkunft
hielt (Matthäus 24, 3), ließ die Kaisermutter Helena 326-333
eine erste Kirche errichten, die Eleona. Reste dieser Kirche wurden1910
bei Ausgrabungen entdeckt. "[39]
Wir wissen das Helena kurz nach ihrer letzten Reise ins Heilige Land starb. Ob die Strapazen von der uralten Frau das letzte abverlangt hatten, wir können es heute nur noch ahnen. Erstaunlich ist freilich etwas anderes. Wenn wir davon ausgehen das Helena ihren Sohn dazu überredet das Kreuz als Feldzeichen zu nutzen so kann es fast erschrecken welche Nähe diese Frau im weiteren Leben noch zur historischen Christusgestalt gewinnen konnte. Sie ließ das Kreuz ausgraben, hat in seinem Grab gestanden und seine Grippe in der Grotte von Bethlehem gesehen. Eines ist sicher, sie hat gewiss nie an der historischen Gestalt Christi gezweifelt. In jedem Fall weniger als ihr Sohn, der sich erst kurz vor seinem Tode taufen ließ.
Das Grab von Konstantins Mutter ist in der Kirche S. Maria in Aracoeli in Rom. Reliquien werden in Rom, Hautvillars, Paris und Trier aufbewahrt.
"Sie ließen ihn gefesselt abführen
und übergaben ihn den Statthalter Pilatus."[40]
"Sie führten nun Jesus von Kaiphas in das Prätorium"[41]
Konstantin war der erste Christ, der das Kreuz nicht mehr aufnahm um zu leiden, sondern um Gewalt auszuüben, um zu siegen.
War sein Glauben Überzeugung oder eiskalte Berechnung?
Hatte er noch Repressalien zu fürchten, oder war es für ihn völlig ungefährlich Christ zu werden?
Zweifelsfrei wäre das Christentum ohne Konstantin heute nicht das, was es ist. Es ist vollständig durchdrungenvon seiner Person. Ostern, Samstag und Sonntag, alles das wurde im Konzil von Nicea, selbst die Idee des ökomänischen Konziles wurde von Konstantin entwickelt. Kirchenbauten sähen ohne Konstantin heute wahrscheinlich ganz anders aus. Die Ostkirche fußt bis heute ganz auf der Entwicklung des ortodoxen Christentums unter Konstantin.
Die Frage, ob es dem Christentum heute nicht besser ginge, wenn es Konstantin nicht gegeben hätte, lassen wir einmal ganz außer Acht.
Konstatins gesamtes Leben zeigt einen unglaublich machthungrigen Menschen. Außer einem Gattinnen- und Kindermord müssen wir ihm auch noch vorhalten, dass er als Bastard stets eine Psychose in Richtung Selbstwertverlust und Minderwertigkeitskomplex zu bekämpfen hatte. Zweifelhaft ist bereits seine Erhebung zum Augustus. Die Truppen warenan jenem Tag an einem Kriegsherren als Kaiser interessiert. Außerdem war er nicht so in die römische Vetternwirtschaft eingebunden, wie die übrigen Augustii. Wie hätte ein Mensch in so kurzer Zeit, die ihm vom Eintreffen in England, bis zum Tod des Vater blieb, ein ganzes Heer von seinen herausragenden Fähigkeiten überzeugen können? Anderseits ist es unwahrscheinlich, dass Konstantin ohne umfangreiche eigene Überzeugungsarbeit zum Usupator, sogar zum Cäsar wurde. Schließlich haben auch die Truppen von seiner unehelichen Herkunft gewußt.
Was hinderte einen solchen Mann daran, das Christentum nur zu egozentrischen Zwecken zu mißbrauchen?
Die heidnischen Autoren seiner Zeit brauchten nicht viel Federlesens zu machen, um an ihm schlechte Seiten zu finden und sie herauszustellen. Es steht außer Zweifel, dass dies in großem Umfang geschah. Einen Hinweis liefert Prof. Claus in seinem Konstatin-Buch: "Vermutlich im Sommer 326 hatte ein frecher Zweizeiler, der heimlich an den Palasttüren angebracht worden war, in Rom für Aufregung gesorgt. Sein Verfasser behauptete neroische Zeiten seien mit Konstantin wiedererstanden, ein deutlicher Seitenhieb auf die Ermordung der Fausta und des Crispus, ..."[42] Natürlich ist der Verdacht des Mordes an seinem Schwiegervater Maxentius auch nicht von der Hand zu weisen.
Wobei die konträre Haltung der Autoren seiner Zeit in christliche und antichristliche Weltsichten zu berücksichtigen ist. Der Bischof Eusebius schreibt: "Denn niemand war ihm an Schönheit und Grazie der Erscheinung gleich, auch an Größe der Statur, und an Körperkraft war er seinen Mitstreitern so sehr erlegen, dass sie vor ihm erschraken. Doch mehr noch als mit physischen Vorzügen glänzte er durch unübertroffene Schärfe des Verstandes; vor allem war er mit gesunder Entschlußkraft begabt und hatte überdies die Vorteile freimütiger Bildung genossen." [43]während heidnische Autoren schrieben: "Endlich brauchte er die ihm eigene Niedertracht nicht mehr zu verhehlen und konnte ihr bei seiner unbeschränkten Allmacht freien Lauf lassen."[44]
Die Wahrheit liegt wohl nicht so sehr in der Mitte, als auch sein Vater schon als Milde geschildert wurde. Gab es doch die über zehn Jahre dauernden Christenverfolgungen unter Diocletian (ab 24. Februar 303 bis zum Mailänder Edikt 313), in Gallien unter Constantius nicht mit den gleichen Schrecken, wie im oströmischen Reich. Was mit Sicherheit die Grundlage zur Rückflutung und Erhebung des Christentums aus Gallien (sowie Germaia inferior) war, mit keinem geringeren als Konstantin, dem Sohn des milden und vorausschauenden Kaisers, als Träger der Entwicklung.
Merkwürdig scheint in dem Reigen der angeblichen Schandtaten die Liebe Konstatins zu seiner Mutter. Bereits kurz nach dem Tod seines Vaters muß er sie zu sich genommen haben. Natürlich ist die Liebe eines Kindes zu seiner Mutter nicht zu leugnen. Aber ihre Herkunft konnte genauso ihm schaden, wie sein Vater wohl glaubte, dass sie ihm schadete. Zumal Konstatin zweifellos nicht unangefochten regierte, weder in den nördlichen Reichsteilen, die ihm von seinem Vater zufielen, als auch in den nach und nach eroberten weiteren Provinzen. Er war von Anfang an umstritten, mit Sicherheit auch weil er kurz nach seiner Erhebung zum Kaiser seine Mutter zu sich holte. Der Geschichtsschreibung ist weder bekannt, wo sie sich seit ihrer Verstoßung befand, noch inwieweit Konstantin oder sein Vater sie in der Zeit besucht hat. Fest steht, dass er im Osten des Reiches, für die Muttersprache Helenas einen Dolmetscher benötigte. Eine Tatsache, die dagegen spricht, dass er sie in der Zeit zwischen 289 und 306 jemals besuchen konnte. Einige Autoren wähnen ihn erst 288 geboren und von Ihrer Verstoßung, bis zu seiner Cäsarenernennung, waren es immerhin 17 Jahre. Vergessen hätte er sie mit Sicherheit nie, aber sich von ihr entfremden, zumal er viel herumkam durch seine Feldherrendienste unter Diokletian.
Das er seine Mutter immer sehr verehrte, zeigt vor allen Dingen die Wahl von Byzanz, der Heimat seiner Mutter, zur neuen Hauptstadt des römischen Weltreiches. Man darf durchaus annehmen, dass er von seiner Mutter Ratschläge annahm. Es ist sogar wahrscheinlich, dass sie als urspünglich einzige Christin in seiner Familie der wahre Hintergrund seiner persönlichen Entwicklung zum Christentum ist.
Der Kriegszug Konstatins nach Italien 312 ging von Trier aus, wo seine Mutter mit ihm lebte und christliche Einflüsse sich breit machten. Er mag schon dort den Entschluss gefaßt haben, durch ein christliches Symbol die Gläubigen in seinem Heer besonders zu mobilisieren.
Etwas bleibt noch zu sagen:
Die Geschichte ist im Punkto Konstantin sehr nachlässig. Hat sie ihm zwar den verdienten Titel 'Maximus, der Große', belassen. Die Römer haben damit weniger gegeizt als die Menschen der Neuzeit.
Aber fragt man heute nach Nero oder Konstantin, so wird der erstere zweifelsohne genauer geschildert und von mehr Menschen genannt. Dabei war er ein völlig bedeutungsloser Herrscher und wurde in Wirklichkeit nicht einmal seinem heutigen Ruf als Scheusal gerecht.
Währenddessen hat Konstantin das Leben aller heutigenMenschen nachhaltig geprägt. So ist er beispielsweise in Person das Bindeglied zwischen Antike und Mittelalter. Er machte die Christliche Kirche zu einem bestimmenden Element des Lebens, also zu dem, was die Kirche des Mittelalters ausmachte. Durch Gesetze band er die Armeeangehörigen an den Landbesitz und schuf damit die Grundlage und den Beginn des Feudalismus.
Das imponiert Ihnen immer noch nicht. Ein Argument bleibt mir noch in die Wagschale der Geschichte zu werfen. Wenn Sie sich heute abend die 21te Verfilmung des Trojanischen Krieges von DVD anschauen, denken Sie doch bitte einmal kurz an einen ehemaligen Trierer Bürger, einen gewissen Konstantin.
"Im vierten Jahrhundert nach Christus mussten die Gelehrten mit ansehen, wie die gesamte klassische Literatur der Griechen und Römer in Auflösung begriffen war, weil die überlieferten Papyrusrollen unaufhaltsam zerfielen. In einer für die damaligen Verhältnisse schier unglaublichen Rettungsaktion liessen der römische Kaiser Konstantin der Grosse und sein Sohn 100000 klassische Werke auf das viel haltbarere Pergament kopieren und machten so das Wissen des Altertums in der kaiserlichen Bibliothek in Konstantinopel der Gelehrtenwelt wieder zugänglich. Und schon damals bestand die Notwendigkeit, aus einer umfangreichen Literatur das Wesentlichste auszuwählen. Themistios, griechischer Philosoph und Leiter des Kalligraphenteams, entschied sich für die Werke von Homer und anderer grosser Autoren und wollte das Schriftgut der "barbarischen" Römer gänzlich ignorieren. Es brauchte die Intervention des Kaisers, damit wenigstens die prominentesten lateinischen Werke ebenfalls kopiert und damit für die Nachwelt gerettet wurden."[45]
Sein wahres Gewicht für die Geschichte ist nicht einmal ausgemessen, geschweige denn verstanden. Kaum jemand weiß von seiner Bedeutung.
Ich hoffe, mit dieser hier und da schwachen Ausführung diesem Dilemma ein wenig entgegen gesteuert zu haben.
(Trierer Pilgergebet von 1959, alsAnlehnung an das Jesus-Gebet der Ostkirche.)[46]
2000 Jahre Christentum, Illustrierte Kirchengeschichte, Herausgeber Prof. Dr. Günter Sternberger, Pawlak Verlagsgesellschaft, Herrsching, 1983
Manfred Clauss, Konstantin der Große und seine Zeit, Beck'sche Reihe 2042, Verlag C.H. Beck, München, 1996
Chris Scarre, Die römischen Kaiser, Bechtermünz Verlag, Econ Verlag, Düsseldorf, 1996
Panegyrici
Latini 6
Eusebius,
Vita Constantini
Als Quelle für archeologische Informationen zum Herapel
Q007:
http://www.roman-emperors.org/
Christian
Classics Ethereal Library at Calvin College. Last updated on May 27, 1999.Contacting
the CCEL.
http://pascal.calvin.edu/
The
Internet History Sourcebooks Project
Paul Halsall, editor
De
Imperatoribus Romanis, An Online Encyclopedia of Roman Emperors, Jan Willem
Drijyvers, Constantinus I. Chlorus
http://www.roman-emperors.org/
B002
Ökumenisches Heiligenlexikon
http://www.heiligenlexikon.de/
Helena, Marmorbüste aus dem vierten Jahrhundert
B003
2000 Jahre Christentum, Illustrierte Kirchengeschichte, Herausgeber Prof. Dr. Günter Sternberger, Pawlak Verlagsgesellschaft, Herrsching, 1983
Seite 715 Staatliche Münzsammlung München
B004
2000 Jahre Christentum, Illustrierte Kirchengeschichte, Herausgeber Prof. Dr. Günter Sternberger, Pawlak Verlagsgesellschaft, Herrsching, 1983
Seite 162, Mitte
B005
2000 Jahre Christentum, Illustrierte Kirchengeschichte, Herausgeber Prof. Dr. Günter Sternberger, Pawlak Verlagsgesellschaft, Herrsching, 1983
Seite 162, oben
B006
Vergrößerung aus:2000 Jahre Christentum, Illustrierte Kirchengeschichte, Herausgeber Prof. Dr. Günter Sternberger, Pawlak Verlagsgesellschaft, Herrsching, 1983
Seite 162, oben
B007
Modell der Konstantinbasilika Trier mit Anbauten, Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde, Prof. Dr. W. Reusch, Reg-Dir. i.R. Landesmuseum Trier
Seite 4
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Konstantinbasilika Trier, Aufnahme des Autors
B009
Konstantinbasilika Trier, Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde, Prof. Dr. W. Reusch, Reg-Dir. i.R. Landesmuseum Trier
Seite 4
B010
http://www.roman-emperors.org/conniei.htm
Sternenkarte nach F. Heilland
Heilland, F. "Die Astronomische Deutung der Vision Kaiser Konstantins," in Sondervortrag im Zeiss-Planatarium-Jena. Jena, 1948.
B011
Faltblatt: Der Trierer Dom, Seite 2, Tierer Domverwaltung
B012
Ausschnitt aus: Saarland, offizielle Karte des Saarwaldvereins e.V., RV Reise- und Verkehrsverlag, Berlin- Stuttgart 1977/78
B013
Zeichnung der Helenenquelle auf dem Herapel. Angefertigt vom Autor, nach einem Besuch auf dem Herapel im Jahre 1981
B014
Glasflasche aus dem Fundbestand am Herapel
B015
Überarbeitete Darstellung aus:
Reiseführer Jerusalem, Seite 28, Polyglott Verlag, München 7. Auflage, 1973
B016
Reiseführer Jerusalem, Seite 29, Polyglott Verlag, München 7. Auflage, 1973
B017
MFA (Isreal ministry of foreign affairs), Archeologische
Stätten in Isreal,
http://www.mfa.gov.il/mfa/go.asp?MFAH0gv20
Das Nicäaische Glaubensbekenntnis:
Das bei uns gebräuchliche und verbreitete „Apostolische Glaubensbekenntnis" war ursprünglich das römische Taufbekenntnis und wird nur in der westlichen Kirche gebraucht. Das Bekenntnis der Konzilien von Nicäa (325) und Konstantinopel (381) wird dagegen auch von den orthodoxen Kirchen anerkannt und ist damit das Bekenntnis, das die Christenheit eint.
Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht,