Zur Historizität der Auferstehung
von Jesus Christus
von Peter
Zöller-Greer
|
|
Er sagte zu
ihnen: »Der Menschensohn wird nach dem Willen Gottes an die Menschen
ausgeliefert werden, und sie werden ihn töten. Doch drei Tage nach seinem Tod
wird er auferstehen.« (Mk 9,31) |
Das Christentum steht und fällt mit der Auferstehung Jesu Christi. Die
Bibel berichtet darüber, doch es gibt auch außerbiblische historische Belege
für dieses Ereignis. Der Gelehrte für Römische Geschichte, Professor Thomas
Arnold, 15 Jahre "Headmaster of Rugby", Autor des 3-bändigen
Standardwerkes "Geschichte Roms", und Inhaber des Lehrstuhls für
moderne Geschichte an der Oxford-Universität, sehr gut vertraut im Umgang mit
Beweisen zur Bestimmung historischer Tatsachen, sagte: "Ich bin seit
Jahren daran gewöhnt die Geschichte anderer Zeiten zu studieren bzw. die
Beweise derer zu untersuchen und abzuwägen, welche darüber schrieben, und mir ist keine einzige Tatsache der
Geschichte der Menschheit bekannt, die besser und vollständiger bewiesen wäre,
jedenfalls nach dem Verständnis einer fairen Untersuchung, als das große
Zeichen, welches Gott uns gegeben hat, nämlich dass Christus gestorben ist und wieder auferstanden von
den Toten."* Mittlerweile gibt es weitere historische Erkenntnisse, welche in
diesem Artikel beschrieben werden sollen.
Antike Geschichtsschreibung birgt ihre Problematik
darin, dass einerseits häufig nur wenige Manuskriptkopien erhalten sind und
andererseits die frühesten dieser Kopien oft über 1000 Jahre nach den
eigentlichen Ereignissen datiert werden. Ein anderes Problem ist, dass es
nicht übermäßig viele antike
Geschichtsschreiber gab, und dass die Art und Weise, wie damals Geschichte
geschrieben wurde, nicht den heutigen Standards entspricht. Während heute z.B.
die Biographie einer geschichtsträchtigen Persönlichkeit von zentralem
Interesse ist, so war das in der Antike relativ uninteressant. Außerdem wird
die historische Rekonstruktion von antiken Ereignissen häufig aus Briefen und
Berichten etc. durchgeführt. Man muss also bei der Beurteilung solcher
Ereignisse den Maßstab anlegen, der für diese Zeit allgemeingültig ist. F. W.
Hall hat z.B. eine Aufstellung (siehe Tabelle 1) über Manuskriptbelege für die
Texte der führenden klassischen Verfasser gemacht[1].
Wobei hier allerdings zu bemerken ist, dass die ältesten Manuskripte nicht
immer komplett sind, manchmal sind nur Fragmente davon vorhanden.
Das Problem, keine „Originale“ aus der jeweiligen
Zeit zu haben, ist jedoch für die Geschichtsforschung nicht von primärer
Bedeutung. Es spielen vielmehr die Zuverlässigkeit der Autoren, der Kopierer
sowie interne und externe Konsistenz der Manuskripte eine wichtige Rolle. Die
Zuverlässigkeit erhöht sich entsprechend, wenn Berichte mit archäologischen
Funden korrespondieren. Auch ist z.B. der Briefwechsel zwischen antiken
Persönlichkeiten ein Maß für die Zuverlässigkeit, jedenfalls wenn Adressat oder
Schreiber berühmte Persönlichkeiten ihrer Zeit darstellten und damit zu rechnen
war, dass diese Briefe publik werden. Das ist z.B. der Fall bei einem Brief,
den Justus Martyr an Kaiser Antonius Pius ca. 150 n.Ch. schrieb. Dort heißt es:
"Die
Worte aber: >>Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt<< deuten
auf Nägel hin, die am Kreuze durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem
sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine
Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Dass das so geschehen ist, könnt ihr aus Pontius Pilatus‘
angefertigten Akten ersehen" [2].
Justus bezieht sich hier auf die Erfüllung einer
alttestamentlichen Prophezeiung aus Psalm 22:19, wo es heißt: "Schon losen
sie um meine Kleider und verteilen sie unter sich."
|
Autor |
wann geschrieben |
früheste Abschrift |
Zeitspanne (Jahre) |
Anzahl Abschriften |
|
Caesar |
100-44 v.Chr. |
900 n.Chr. |
1000 |
10 |
|
Plato |
427-347
v.Chr. |
900
n.Chr. |
1200 |
7 |
|
Tacitus |
100
n.Chr. |
1100
n.Chr. |
1000 |
20 |
|
Plinius d.J. |
61-113 n.Chr. |
850 n.Chr. |
750 |
7 |
|
Thukydides |
460-400 v.Chr. |
900 n.Chr. |
1300 |
8 |
|
Sueton |
75-160 n.Chr. |
950 n.Chr. |
800 |
8 |
|
Herodot |
480-425 v.Chr. |
900 n.Chr. |
1300 |
8 |
|
Sophokles |
496-406 v.Chr. |
1000
n.Chr. |
1400 |
100 |
|
Catullus |
54 v.Chr. |
1550 n.Chr. |
1600 |
3 |
|
Euripides |
480-406
v.Chr. |
1100 n.Chr. |
1500 |
9 |
|
Demosthenes |
383-322 v.Chr. |
1100 n.Chr. |
1300 |
200 |
|
Aristoteles |
384-322 v.Chr. |
1100 n.Chr. |
1400 |
5 |
|
Aristophanes |
450-385 v.Chr. |
900 n.Chr. |
1200 |
10 |
|
Zum Vergleich: |
||||
|
Neues Testament |
40-100 n.Chr. |
125 n.Chr. |
25 |
>2400 |
Tabelle 1:
Alter von Manuskripten
Es ist anzunehmen, dass Justus es kaum gewagt hätte,
diesen Brief an Kaiser Antonius zu schreiben, wenn die Akten des Pilatus dem
Kaiser nicht zugänglich gewesen wären. Deswegen gilt die zitierte Stelle auch
allgemein als ein zuverlässiger historischer (außerbiblischer!) Beleg für die
Kreuzigung von Jesus Christus und die Tatsache, dass um seine Kleidung gespielt
wurde (und damit sich eine alte Prophezeiung erfüllte).
Es gibt viele Anstrengungen, welche die
Zuverlässigkeit der biblischen Evangelien belegen.[3]
Dennoch wird die Glaubwürdigkeit der Evangelien von (skeptischen) Historikern
manchmal angezweifelt. Breiter Konsens jedoch (auch bei kritischen Gelehrten)
besteht bezüglich der Zuverlässigkeit der Paulusbriefe und der Schilderung der
Apostelgeschichte von Lukas. Diese werden weitgehend als authentisch und
zeitnah zu Jesus anerkannt, wie folgende Datierungsbeispiele zeigen
(Jahreszahlen alle n.Ch.):[4]
Buch
|
Kümmel |
Guthrie |
Robinson |
|
1
Thessalonicher |
50 |
51 |
Anfang 50 |
|
2
Thessalonicher |
50-51 |
51 |
50-51 |
|
1
Korinther |
54-55 |
57 |
Frühjahr 55 |
|
1
Timotheus |
100+ |
61-64 |
Herbst 55 |
|
2
Korinther |
55-56 |
57 |
Anfang 56 |
|
Galater |
54-55 |
49-50 |
Ende 56 |
|
Römer |
55-56 |
57-58 |
Anfang 57 |
|
Titus |
100+ |
61-64 |
Frühling 57 |
|
Philliper |
53-58 |
59-60 |
Frühling 58 |
|
Philemon |
56-60 |
59-61 |
Sommer 58 |
|
Kolosser |
56-60 |
59-61 |
Spätsommer 58 |
|
Epheser |
80-100 |
59-61 |
Spätsommer 58 |
|
2
Timotheus |
100+ |
61-64 |
Herbst 58 |
Tabelle 2:
Alter von Römerbriefen
Aus diesem Grund wird, was innerbiblische Belege
betrifft, in diesem Artikel überwiegend
auf die Paulusbriefe zurückgegriffen.
Der Vorgehensweise G. Habermas[5]
folgend sollen bezüglich Tod und Auferstehung von Jesus Christus die folgende
Quellen betrachtet werden:
1.
Frühe
Glaubensbekenntnisse und historische Tatsachen
2.
Archäologische
Quellen
3.
Alte
nicht-Christliche Quellen
4.
Alte
Christliche Quellen (nicht neutestamentlich)
Ziel ist es, eine Faktensammlung für Jesu
Auferstehung vorzustellen, die -wie das Zitat des bekannten Historikers Th.
Arnold in der Zusammenfassung andeutete- einem Vergleich einer entsprechenden
historischen Faktensammlung säkularer Ereignisse in nichts nachsteht und diese
sogar übertrifft.
1.
Frühe Glaubensbekenntnisse
und historische Tatsachen
Frühe Glaubensbekenntnisse sind insofern von
Bedeutung, da sie bereits von den ersten Christen des ersten Jahrhunderts
Einblicke in Geschehnisse geben, die nicht erst in die Evangelien „eingebaut“
wurden, wie manche kritische Gelehrte glauben, insbesondere diejenigen, die die
Autorenschaft der Evangelien anzweifeln und der Meinung sind, dass diese erst
im 2. Jahrhundert n.Ch. verfasst wurden. Da die Paulusbriefe vermutlich der
Schriftlegung der meisten Evangelien vorangehen, sind die dort anzutreffen
Zitate solcher Glaubensbekenntnisse sehr aufschlussreich. Es ist außerdem
weitgehend anerkannt, dass solch alte Tradition echte historische Ereignisse
präsentiert, wie z.B. das letzte Abendmahl.[6]
Dies wurde selbst von Bultmann anerkannt.[7]
Bezüglich der Auferstehung ist vor allem 1 Korinther 15:33-34 von entscheidender
Bedeutung. Dort heißt es:
„Ich
habe an euch weitergegeben, was ich selbst als Überlieferung empfangen habe,
nämlich als erstes und Grundlegendes: Christus ist für unsere Sünden gestorben,
wie es in den Heiligen Schriften vorausgesagt war, und wurde begraben. Er ist
am dritten Tag vom Tod auferweckt worden, wie es in den Heiligen Schriften
vorausgesagt war...“
Im weiteren Verlauf der Passage berichtet Paulus vom
Erscheinen des auferstandenen Christus vor Petrus, den „Zwölf“, 500 Personen
gleichzeitig, vor Jakob, allen Aposteln und schließlich vor sich, Paulus,
selbst.
Dass es sich bei diesem Bekenntnis um ein frühes
Christliches, vor-Paulinisches Glaubensbekenntnis handelt, wird praktisch von
allen kritischen Gelehrten über ein weites theologisches Spektrum anerkannt.[8]
Indikatoren dafür sind z.B. die im Original benutzten Worte für „empfangen“
sowie „weitergegeben“. Sie stellen nämlich technische Terme für die Weitergabe
von Tradition dar, d.h. Paulus hat diese Worte nicht selbst erfunden sondern weitergeben.
Darüber hinaus gibt es weitere textuelle Indikatoren, die dies belegen.[9]
So wird allgemein angenommen, dass der Ursprung des zitierten Glaubensbekenntnisses
in der Mitte der 30er Jahre n.Ch. liegt, also kurz nach Jesu Kreuzigung.[10]
Untersucht man die Frage, woher Paulus dieses Glaubensbekenntnis erhalten hat,
so stellt man fest, dass er es wahrscheinlich von Petrus und Jakobus erhalten hat, als er kurz nach seiner Konvertierung
(ca. 36-38 n.Ch.) Jerusalem besuchte und sich dort mit den Aposteln traf. Es
handelt sich also um Augenzeugen der
geschilderten Ereignisse. Der Historiker Hans von Campenhausen (und viele
andere) attestiert dann auch 1 Korinther 15:33-34:
„Diese
Aussage erfüllt alle Anforderungen historischer Glaubwürdigkeit die überhaupt
über einen solchen Text gemacht werden können.“[11]
Die Bedeutung des Glaubensbekenntnisses aus 1 Korinther
15:33f kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden; zeigt es doch, dass man
nicht länger behaupten kann, dass es keine überprüfbaren frühen
Augenzeugenberichte für den Tod und die Auferstehung Jesu gibt. Entsprechendes
gilt auch für andere frühe Glaubensbekenntnisse.
Deswegen und aufgrund einer Reihe anderer Gründe hat
sich eine „Minimalzahl“ von praktisch allen kritischen Gelehrten als historisch
anerkannte Tatsachen herausgeschält, und zwar unabhängig von der Schule der
diese Gelehrten angehören. Diese auf breiter Ebene historisch anerkannte
Tatsachen sind:[12]
1.1
Jesus
starb bei der Kreuzigung
1.2
Jesus
wurde begraben
1.3
Der
Tod von Jesus verursachte bei seinen Aposteln Verzweiflung und
Hoffnungslosigkeit, da sie dachten, sein Leben sei nun zu Ende
1.4
Jesu
Grab wurde ein paar Tage später leer angetroffen[13]
1.5
Die
Apostel hatten Erlebnisse, von welchen zumindest sie selbst glaubten, dass es sich um das physikalische Erscheinen
des gestorbenen und wieder auferstandenen Christus handelt
1.6
Die
Apostel wandelten sich von Zweiflern, die Angst davor hatten mit Jesus
identifiziert zu werden, in nachdrückliche Verkünder seines Todes und seiner
Auferstehung
1.7
Diese
Botschaft war Zentrum aller Predigten der frühen Kirche
1.8
Diese
Botschaft wurde speziell in Jerusalem verkündet, wo Jesus kurz zuvor starb und
beerdigt wurde
1.9
Als
Folge wurde die Christl. Kirche gegründet und wuchs
1.10
Der
Sonntag wurde als primärer Tag der Verehrung Gottes eingeführt
1.11
Jakobus,
der bisher ein Skeptiker war, wurde zum Glauben bekehrt als er ebenfalls
glaubte, den auferstandenen Christus gesehen zu haben
1.12
Ein
paar Jahre später wurde Paulus bekehrt aufgrund eines Erlebnisses, vom dem
zumindest er selbst glaubte, den
auferstandenen Jesus gesehen zu haben
Diese zwölf historischen Tatsachen sind entscheidend
in der Frage nach der Historizität der Auferstehung von Jesus Christus. Da
diese zwölf Fakten -wie erwähnt- auch unter den meisten kritischen Gelehrten
anerkannt sind, stellen sie eine gute Ausgangsbasis für weitere Betrachtungen
dar.
Es ist allerdings bereits ausreichend, lediglich 4
der oben genannten historischen Tatsachen als Ausgangspunkt für alle weiteren
Betrachtungen zu benutzen.[14]
Diese 4 Tatsachen sind:
1.1
Jesus
starb bei der Kreuzigung
1.5
Die
Apostel hatten Erlebnisse, von welchen zumindest sie selbst glaubten, dass es sich um das physikalische Erscheinen
des gestorbenen und wieder auferstandenen Christus handelt
1.6
Die
Apostel wandelten sich von Zweiflern, die Angst davor hatten mit Jesus
identifiziert zu werden, in nachdrückliche Verkünder seines Todes und seiner
Auferstehung
1.12 Ein
paar Jahre später wurde Paulus bekehrt aufgrund eines Erlebnisses, vom dem
zumindest er selbst glaubte, den
auferstandenen Jesus gesehen zu haben
Der Vorteil solch eine Selbstbeschränkung liegt
darin, dass sich damit der Kreis der kritischen Gelehrten, die diese Fakten
akzeptieren, nochmals vergrößert.[15]
Es ist klar, dass Skeptiker, welche die vier zuletzt
genannten historischen Tatsachen anerkennen, sich dem Problem einer
naturalistischen Erklärung stellen müssen. Darauf wird später noch genauer
eingegangen.
2.
Archäologische Quellen
Wie oben ausgeführt, beinhaltet die „historische
Methode“ auch eine Bestätigung durch archäologische Funde. Da dieses Thema
selbst ein seitenfüllendes Unterfangen ist, möchte ich hier nur ein paar
Tatsachen erwähnen, die uns weitere Auskunft über das Leben und Sterben von
Jesus geben.
2.1
Lukas‘ Volkszählung
In Lukas 2:1-5 findet man die Behauptung, dass
Caesar Augustus eine Volkszählung zur Zeit Christi Geburt durchführen ließ.
Wurde dies zunächst von vielen skeptischen Historikern angezweifelt, so hat der
Fund einer alten lateinischen Inschrift mit dem Titel Titulus Venetus ergeben, dass so eine Volkszählung um 5-6 n.Ch. in
Syrien und Judäa stattgefunden hat. Dies war offenbar typisch für die Zeit von
Augustus (23 v.Ch. - 14. n.Ch.) bis mindestens zum 3. Jahrhundert.[16]
Es ist aufgrund eines weiteren Fundes (ein ägyptischer Papyrus, datiert um 104
n.Ch.) weiter bekannt, dass es gemeinhin üblich war, zum Zwecke der
Volkszählung den Geburtsort aufzusuchen. Quirinius war nun nachweislich
Statthalter in Syrien um 6 n.Chr. Es wurde lange angenommen, dass hier ein
Widerspruch zu dem Umstand vorhanden sei, dass die Bibel die Geburt Jesu um 4-7
v.Chr. datiert, wo die Volkszählung unter Quirinius dann stattgefunden haben
müsste. Der Archäologe Sir William Ramsay entdeckte jedoch verschiedene
Inschriften, die belegen, dass Quirinius zweimal Statthalter in Syrien war, und
zwar erstmalig ein paar Jahre vor seiner zweiten Amtsperiode. Die erste
Volkszählung wird im allgemeinen auf
10-4 v.Chr. datiert.[17]
Damit kann man als weitere historische Tatsachen feststellen:
2.1.1.
Die
Volkszählung war eine gängige Praxis im Römischen Kaiserreich und wurde
speziell nachweislich in Judäa durchgeführt
2.1.2.
Personen
wurden aufgefordert zum Zwecke der Volkszählung an ihren Geburtsort zurückzukehren
2.1.3.
Diese
Volkszählungen wurden bereits zur Regierungszeit von Kaiser Augustus
durchgeführt, was sie generell im zeitlichen Rahmen um Christi Geburt platziert
2.1.4.
Die
speziell mit Jesu Geburt verbundene Volkszählung, welche von Lukas erwähnt ist,
hat sehr wahrscheinlich um 6-5 v.Ch. stattgefunden, was einen guten
Anhaltspunkt für den Zeitpunkt der Geburt Christi liefert.
2.2
Johanan - Opfer einer
Kreuzigung
Ein weiterer Gegenstand des Zweifels war die
Methode, wie Jesus zu Tode kam. Während die Methode der Kreuzigung generell von
manchen kritischen Historikern in Frage gestellt wurde, hat sich das Blatt
gewendet, als im Jahr 1968 in Jerusalem beim Ausheben einer Baugrube u.a. die
Überreste eines um ca. 70 n.Chr. gekreuzigten Juden namens Johanan Ha’galgol
gefunden wurden. In seinen Füßen befand sich sogar noch ein Nagel und Teile des
Kreuzes waren auch bei den Fundsachen.[18]
Die genauere Untersuchung der Überreste ergab außerdem:
2.2.1
Die
Kreuzigungsopfer wurden häufig an das Kreuz geschlagen, indem Nägel durch ihre
Füße oder die Fersen und durch die Handgelenke oder die unteren Armbereiche getrieben
wurden.
2.2.2
Die
große Mehrheit der medizinischen Forscher stimmt darin überein, dass die
Positionierung des Körpers es für das Opfer erforderlich machte, sich auf- und
abwärts zu bewegen, damit es abwechselnd atmen und ausruhen konnte.
2.2.3
Das
Brechen der Beinknochen wurde in solchen Fällen benutzt, wo ein schnelles
Ableben des Gekreuzigten gewünscht war (verhinderte das oben genannte Auf- und
Abwärtsbewegen des Körpers, wodurch ein schneller Erstickungstod eintrat).
2.3
Das Dekret von Nazareth
1978 wurde in Nazareth eine weiße Marmorplatte
gefunden, welche ein Dekret enthält, das wahrscheinlich vom damaligen römischen
Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) erlassen wurden. Es lautet:
„Anordnung
des Cäsar. Es ist mein Wille, dass Gräber auf immer ungestört bleiben für die,
die sie zur Kultstätte ihrer Ahnen oder Kinder oder Angehörigen ihres Hauses gemacht
haben. Wenn jedoch jemand die Anklage erhebt, dass ein anderer sie beschädigt
hat oder dass er einen Begrabenen auf andere weise herausgeholt hat oder ihn in
böser Absicht an einen anderen Ort gebracht hat, um ihm etwas anzutun, oder
dass er die Versiegelung von den Steinen entfernt hat, so soll eine
Gerichtsverhandlung gegen den Grabschänder stattfinden, sowohl aus Achtung vor
den Göttern als auch in Rücksicht auf den Totenkult. Denn den Begrabenen soll
unter allen Umständen Ehre erwiesen werden. Es ist jedermann aufs strengste
verboten, sie zu stören. Im Fall eines Verstoßes gegen diese Vorschrift ordne
ich an, dass der Übertreter zur Todesstrafe verurteilt wird unter der Anklage
der Grabschändung.“[19]
Die Vermutung liegt nahe, dass dieses Dekret aus
„gegebenem Anlass“ erlassen wurde und in die Zeit nach der Grablegung von Jesus
Christus fällt. Folgende historischen Fakten lassen sich aus diesem Dekret
ableiten:
2.3.1
Offenbar
gab es Berichte in Palästina, die den Imperator (wahrscheinlich Claudius)
veranlasst hatten, diese strenge Warnung gegen Grabschänder zu erlassen
2.3.2
Es
gab versiegelte Grabstätten in Palästina wie auch Grabsteine
2.3.3
Grabschändung
wurde nun zu einem schweren Verbrechen mit Todesstrafe erklärt
Bereits diese drei archäologischen Funde bestätigen
die Schilderungen in der Bibel. Dies ist insbesondere deshalb von Bedeutung, da
immer wieder die Behauptung aufgestellt wurde, dass diese Berichte wesentlich
später verfasst worden sind, teilweise angeblich so spät, dass manche Sitten
und Gebräuche bereits in Vergessenheit geraten waren. Funde, die in neuerer
Zeit gemacht wurden, bestätigen daher in eindrucksvoller Weise, dass es sich
dabei nicht um „Erfindungen“ späterer Schreiber handeln kann.
3.
Alte nicht-Christliche
Quellen
Es können eine ganze Reihe historische Tatsachen
bezügl. Jesu Tod und Auferstehung aus verschiedenen außerbiblischen Quellen
abgeleitet werden. Aus Platzgründen kann nicht jede dieser Quellen hier vollständig
wiedergeben werden, sondern höchstens Ausschnitte von einigen. Ausführlichere
Fundstellen sind in den entsprechenden Fußnoten angegeben.
3.1
Cornelius Tacitus
Tacitus (ca. 55-120 n.Chr.) war Römischer Historiker
und lebte während der Regierungszeit von über einem halben Dutzend Imperatoren.
Er wurde der „größte Historiker Roms“ genannt und gilt unter Historikern als
sehr zuverlässig und moralisch hochstehend.[20]
In seinen „Annalen“ schreibt Tacitus u.a.:
„... Also schob Nero, um diesem Gerede ein Ende zu
machen, die Schuld auf andere und bestrafte sie mit den ausgesuchtesten
Martern. Es waren jene Leute, die das Volk wegen ihrer (angeblichen)
Schandtaten hasste und mit dem Namen >Christen< belegte. Dieser Name
stammt von Christus, der unter Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus
hingerichtet worden war. Dieser verderbliche Aberglaube war für den Augenblick
unterdrückt worden, trat aber später wieder hervor und verbreitete sich nicht
nur in Judäa, wo er aufgekommen war, sondern auch in Rom, wo alle Gräuel und
Abscheulichkeiten der ganzen Welt zusammenströmen und geübt werden. Man fasste
also zuerst diejenigen, die sich öffentlich als Christen bekannten, dann auf
deren Anzeige hin eine gewaltige Menge Menschen. Sie wurden weniger der
Brandstiftung als des Hasses gegen das ganze Menschengeschlecht überführt. Bei
der Hinrichtung wurde auch noch Spott mit ihnen getrieben, indem sie in Tierhäute
gesteckt und von wilden Hunden zerfleischt wurden. Andere wurden ans Kreuz geschlagen
oder, zum Feuertode bestimmt, nach Einbruch der Dunkelheit als nächtliche
Fackeln verbrannt. Für dieses Schauspiel hatte Nero seinen eigenen Park
hergegeben und veranstaltete gleichzeitig ein Circusspiel, wobei er sich in
der Tracht eines Wagenlenkers unter das Volk mischte oder auf einem Rennwagen
stand. Daher wurde mit jenen Menschen, obwohl sie schuldig waren und die
härtesten Strafen verdient hatten, doch Mitleid rege, als würden sie nicht dem
Gemeinwohl, sondern der Grausamkeit eines einzelnen geopfert.“[21]
Aus dieser
Passage lassen sich also folgende Fakten ableiten:[22]
3.1.1
Christen
wurden nach ihrem Gründer, Christus, genannt
3.1.2
Christus
wurde unter Pontius Pilatus hingerichtet
3.1.3
Die
Hinrichtung fand während der Regierungszeit von Tiberius statt (14-37 n.Chr.)
3.1.4
Jesu
Tod beendete den „Aberglauben“ für eine kurze Zeit
3.1.5
Aber
er brach wieder aus
3.1.6
Der
Ort des „Wiederaufflammens“ war Judäa, wo die Lehren ihren Ursprung hatten
3.1.7
Jesu
Anhänger trugen ihre Doktrinen nach Rom
3.1.8
Nero
(54-68 n.Chr.) beschuldigte die in Rom lebende Christen, das zerstörerische
Feuer in Rom gelegt zu haben
3.1.9
Tacitus
berichtet, dass diese Gruppe wegen ihrer „Abscheulichkeiten“ verfolgt und
gehasst wurde
3.1.10 Diese Christen wurden
verhaftet, verurteilt, gefoltert und schließlich „ans Kreuz genagelt“ oder verbrannt
3.1.11 Deswegen hatte das Volk
Mitleid mit den Christen
Das wichtigste Ergebnis hier ist vielleicht, dass
Jesu Kreuzigung mit Pilatus und Tiberius in Zusammenhang gebracht ist. J.N.D.
Anderson sieht in der obigen Passage des Tacitus sogar ein deutlicher Beleg für
die Auferstehung Jesu. Er sagt:
„Es
ist naheliegend, dass die Aussage >>Dieser
verderbliche Aberglaube war für den Augenblick unterdrückt worden, trat aber
später wieder hervor und verbreitete sich<< ein indirektes und unbewusstes Zeugnis für die Überzeugung der
frühen Kirche darstellt, dass der gekreuzigte Christus aus dem Grab
auferstanden ist.“[23]
3.2
Flavius
Josephus
Josephus (37/38 - 97 n.Chr.) war jüdischer
Historiker und wurde mit 19 Jahren Pharisäer. Nach der Zerstörung Jerusalems 70
n.Chr. ging Josephus nach Rom, arrangierte sich mit den Römern und wurde
Hof-Historiker für den Imperator Vespasian. In seinen „Altertümern“ schrieb er
u.a.:
„In
dieser Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, wenn man ihn überhaupt einen
Menschen nennen kann. Denn er war der Vollbringer ganz unglaublicher Taten...Er
war der Christus...er erschien ihnen lebend am dritten Tag, so wie die
gottgesandten Propheten dies und Zehntausende andere wunderbare Dinge von ihm
vorausgesagt hatten.“[24]
Es muss hier angemerkt werden, dass es Historiker
gibt, welche der Meinung sind, dass die obige Formulierung eine „Christliche
Interpolation“ darstellt. Der Grund für diese Meinung ist, dass nicht zu
erkennen sei, wieso ein orthodox-jüdisch-römischer Historiker Jesus den
Christus nennt, da keine Zeichen einer Konvertierung zum Christentum vorliegen.
Andererseits wird dem entgegen gehalten, dass es für diese Behauptung keine
textuellen Belege gibt, im Gegenteil, vieles spricht für die Authentizität der
Passage.[25]
Ein arabisches Manuskript, welches Josephus Aussage über Jesus beinhaltet,
weicht in einigen Punkten von der obigen Version ab, macht aber, was die historischen
Berichte selbst angeht, im Kern die gleichen Aussagen, nämlich:[26]
3.2.1
Jesus
war bekannt als weiser, tugendhafter Mensch mit tadellosem Benehmen
3.2.2
Er
hatte viele Jünger, sowohl Juden wie Nichtjuden
3.2.3
Pilatus
befahl ihn zu töten
3.2.4
Kreuzigung
wird explizit als Hinrichtungsmethode erwähnt
3.2.5
Die
Jünger berichteten, dass Jesus von den Toten auferstanden ist
3.2.6
Die
Jünger berichteten weiter, dass Jesus ihnen am dritten Tag nach der Kreuzigung
erschienen ist
3.2.7
Konsequenterweise
setzten die Jünger die Verbreitung der Lehren fort
3.2.8
Möglicherweise
war Jesus der Messias, von dem die Propheten des alten Testaments gesprochen
haben; auf jeden Fall wurde er von einigen Messias genannt
3.3
Thallus und Phlegon
Der Historiker Thallus schrieb vermutlich um 52
n.Chr. seine „Geschichte des östlichen Mittelmeer“. Damit handelt es sich um
ein sehr frühes Dokument, früher als Josephus und Tacitus, vielleicht sogar
früher als die Abfassung der Evangelien. Sein Werk selbst ist nicht mehr
erhalten, jedoch Zitate daraus von anderen Gelehrten, z.B. Julius Africanus,
der um 221 n.Chr. geschrieben hatte. Ein interessantes Zitat betrifft die
Sonnenfinsternis und das Erdbeben, welches in Übereinstimmung mit den Berichten
aus dem Neuen Testament ist. Africanus berichtet:
„Über
die ganze Welt ergoss sich eine beängstigende Dunkelheit; und die Steine wurden
von einem Erdbeben gespalten, und viele Orte in Judäa und andere Landstriche wurden
verwüstet. Diese Dunkelheit, wie Thallus sie in seinem Buch Geschichte nennt, die er als
Sonnenfinsternis bezeichnet, erscheint mir unerklärlich.“ [27]
Dass Africanus diese „Sonnenfinsternis“ als
unerklärliche Begründung betrachtet liegt darin, dass es zur Zeit der Kreuzigung
in Jerusalem keine solche Sonnenfinsternis gegeben haben kann (jedenfalls aus
astronomischer Sicht).
Und in Bezug auf die Chroniken des Historikers
Phlegon, welche um ca. 140 n.Chr. geschrieben wurden und ebenfalls nicht mehr
erhalten sind, schreibt Africanus:
„Und
was die Sonnenfinsternis in der Zeit Tiberius Caesar betrifft, in dessen
Regierungszeit offenbar Jesus gekreuzigt wurde, sowie die großen Erdbeben, die
damals stattfanden, so hat, wie ich glaube, auch Phlegon im dreizehnten oder
vierzehnten Buch seiner Chroniken darüber geschrieben.“[28]
Bereits aus der Aussage über Thallus können wir
folgende historische Fakten ableiten:[29]
3.3.1
Das
Christliche Evangelium, oder zumindest die Beschreibung der Kreuzigung, war im
Mittelmeerraum in der Mitte des ersten Jahrhunderts bekannt
3.3.2
Es
gaben eine großflächige Dunkelheit und ein Erdbeben im Land, datiert zur Zeit
der Kreuzigung von Jesus
3.3.3
Ungläubige
haben versucht, eine rationale Erklärung dafür abzugeben, und das schon relativ
bald nach der Verkündigung dieser Ereignisse
3.4
Plinius der Jüngere
Plinius der Jüngere war römischer Schreiber und
Verwalter sowie Statthalter von Bithynien in Kleinasien. Seine Briefe, von
denen zehn Bände noch erhalten sind, geben einigen Aufschluss über das
Christentum der damaligen Zeit. Insbesondere das zehnte Buch, verfasst um 112
n.Chr., enthält einige interessante Passagen. In einem Brief an den Kaiser
Trajan heißt es:
„Sie
(die Christen) hatten die Angewohnheit, sich an einem festen Tag vor
Tagesanbruch zu treffen, wo sie in abwechselnden Versen eine Hymne an Christus
sangen, so wie zu einem Gott, und sie verpflichteten sich gemeinsam durch einen
feierlichen Schwur, keine bösen Taten zu begehen, niemals Betrug, Diebstahl
oder Ehebruch zu begehen, niemals ihr Wort zu brechen noch ein Vertrauen zu brechen,
wenn ihnen auferlegt wurde, etwas zu überbringen. Danach war es ihr Brauch,
sich zu trennen und wieder zu treffen um gemeinsam zu speisen - aber nur eine Speise einfacher und harmloser
Art.“[30]
Im Plinius Brief finden wir einige weitere Belege
über Jesus und das frühe Christentum:[31]
3.4.1
Jesus
wurde von den frühen Gläubigen als Gott verehrt
3.4.2
Plinius
weist im gleichen Brief weiter hinten darauf hin, dass die Lehren Jesu und
seiner Anhänger „übermäßiger Aberglaube“ und „ansteckend“ seien
3.4.3
Jesu
ethische Lehren werden reflektiert durch einen Schwur, in welchem die Christen
sich verpflichten, sich niemals einer Reihe von Sünden schuldig zu machen
3.4.4
Wahrscheinlich
findet sich in dem Brief ein Hinweis darauf, wie die Christen das Abendmahl sowie
das „Fest der Liebe“ begehen
3.4.5
Es
ist auch eine mögliche Referenz der sonntäglichen Anbetung enthalten
3.4.6
Ebenfalls
im weiteren Verlauf[32]
des Briefes finden sich Hinweise darauf, wie Plinius solche „wahren“ Christen
identifizierte: Legten sog. Christen einen Schwur auf die römischen Götter und
den Imperator ab, so waren sie frei; Plinius berichtet weiter, dass jedoch
„wahre Gläubige“ nicht gezwungen werden konnten, die Götter des Imperators anzubeten.
Es gibt noch Briefe von den Imperatoren Trojan und
Hadrian, die zu diesem Thema teilweise direkt in Antwort auf Plinius‘ Brief
Stellung nehmen.[33] Darauf soll
hier jedoch nicht eingegangen werden, da hier wenig zum Thema Tod und
Auferstehung von Jesus ableitbar ist.
3.5
Talmud
Alte Rabbinische Schriften geben ebenfalls wertvolle
Hinweise auf die Umstände des Todes Jesu. So finden wir im Talmud (Geschrieben
ca. 70-200 n.Chr.):
„Am
Abend des Passahfestes wurde Jesus
gehängt...“[34]
Das griechische Wort für „gehängt“ (kremamenos) wird auch in der Bibel für
den Umstand der Kreuzigung verwendet (vgl. z.B. Gal. 3:13). Daraus leiten wir
ab:
3.5.1
Jesus
wurde getötet durch Kreuzigung
3.5.2
Als
Zeitpunkt wird das Jüdische Passahfest angegeben
3.6
Die „Abhandlung zur
Auferstehung“
Dieses Buch ist adressiert an eine Person namens Rheginos
von einem unbekannten Autor. Dieses Werk datiert am Ende des 2. Jhd. n.Chr. und
darin findet sich u.a.:
„Denn
wir haben den Menschensohn gekannt, und wir haben geglaubt, dass er von den
Toten auferstanden ist. Er ist es, von dem sie sagen: >>Er wurde der
Zerstörer des Todes genannt, so wie er einer der Großen ist in den Sie
glauben<<. Groß sind die, die glauben.“ ...“Der Retter verschlang den
Tod. Er verwandelte [sich selbst] in unsterbliche Ewigkeit und erhöhte sich
selbst, [er] hat das Sichtbare durch das Unsichtbare eingenommen und er gab uns
den Weg zur Unsterblichkeit.“ ...“Glaube nicht, die Auferstehung ist eine
Illusion. Sie ist keine Illusion, sondern wahr. In der Tat, es ist passender zu
sagen, dass die Welt eine Illusion ist als das die Auferstehung eine ist,
welche durch unseren Herrn und Erretter, Jesus Christus, ins Dasein gekommen
ist.“ [35]
Diese nichtbiblische Quelle ist aus zweierlei
Gründen interessant: Erstens zeigt sie uns, dass die Auferstehung Christi schon
früh als Indikator der Unsterblichkeit betrachtet wurde, und zweitens wird hier
die Bedeutung eines Berichtes von Lucian
von Samostata (ca. 170 n.Chr.) bestätigt, wo auch erwähnt wird, dass die
frühen Christen an ihre Unsterblichkeit glaubten. Insgesamt lässt sich aus
dieser Quelle schließen, dass der Autor
glaubte, dass:
3.6.1
Jesus
starb
3.6.2
Jesus
ist wieder auferstanden
3.6.3
Jesus
hat den Tod besiegt für diejenigen, die an Jesus glauben
4.
Alte Christliche Quellen
(nicht neutestamentlich)
Es gibt sehr viele außerbiblische Schriften alter
Kirchenväter. Es seien hier nur einige Quellen genannt, die historisch von
Bedeutung sind.
4.1
Clemens von Rom
Clemens (gest. 102 n.Chr.) war führender Ältester
der frühen Kirche von Rom und schrieb in einem Brief an die Gemeinde in Korinth
u.a.:
„...dadurch
einen Auftrag erhaltend und vollkommen sicher durch die Auferstehung Jesu
Christi ... gingen sie [die Apostel] hinaus mit der guten Nachricht, dass das
Königreichs Gottes kommen wird.“[36]
Aus dieser Passage können wir entnehmen:
4.1.1
Die
Apostel glaubten, Jesus ist auferstanden
4.1.2
Die
Auferstehung lieferte die Versicherung, dass diese Lehren vertrauenswürdig sind
4.2
Ignatius
Ungefähr 110-115 n.Chr. schrieb Ignatius, Bischof
von Antiochien, einen Brief an Trallian:
„Jesus
Christus war aus dem Hause Davids, der Sohn Marias, der wirklich geboren war
und aß und trank, der wirklich unter Pontius Pilatus verurteilt, gekreuzigt
wurde und gestorben ist, bezeugt von deren im Himmel und auf der Erde und unter
der Erde; der darüber hinaus wirklich auferstanden ist von den Toten, Sein
Vater hat Ihn auferweckt, und er wird auch uns, die an Ihn glauben, von den
Toten auferwecken.“[37]
Diese Quelle zeigt uns, dass die frühen Kirchväter
überzeugt waren, dass:
4.2.1
Jesus
war aus der Linie Davids
4.2.2
Jesu
war von Maria geboren
4.2.3
Jesus
wurde gekreuzigt und starb durch Pontius Pilatus
4.2.4
Gott
hat Jesus von den Toten auferweckt
4.2.5
als
ein Vorbild für die Auferstehung aller
Gläubigen
4.3
Justus Martyr
Bereits am Anfang dieses Artikel wurde Justus
zitiert mit einer Passage aus einem Brief an Kaiser Augustus. Diese Quelle ist
-wie bereits erwähnt- schon deswegen historisch recht bedeutend, da Justus
berichtet, dass er, der Kaiser, sich selbst von dem Wahrheitsgehalt seiner
(Justus) Aussagen überzeugen kann, wenn er die (damals offenbar noch nicht
zerstörten) Berichte von Pontius Pilatus durchliest. Und da der Kaiser wohl
sehr informiert war (oder sich zumindest informieren konnte) über die zu dieser
Zeit (ca. 150 n.Chr.) recht zeitnahen Ereignisse, sind die Aussagen von Justus
historisch von besonderem Interesse. Einige wichtige Passagen seien hier in diesem
Zusammenhang zitiert:
„Nun
da ist ein Dorf im Lande der Juden, 35 Stadien entfernt von Jerusalem, in
welchem Jesus Christus geboren wurde, dessen du dich auch vergewissern kannst
aus den Aufzeichnungen der Volkszählung, durchgeführt unter Cyrenius, dein
erster Prokurator in Judäa.“ ... „Nachdem Er gekreuzigt war, haben Ihn sogar
alle seine Anhänger verlassen und Ihn verleugnet. Und danach, als Er von der
Toten auferstanden und ihnen erschienen war, und Er sie gelehrt hat die
Prophezeiungen zu lesen in welchen all diese Ereignisse vorausgesagt waren, und
nachdem sie Ihn auffahren sahen in den Himmel, und geglaubt hatten, und als sie
die Macht von Ihm bekommen haben und sie zu jeder Rasse der Menschheit gingen,
haben sie diese Dinge gelehrt und wurden Apostel genannt.“[38]
Aus dieser Quelle können wir also ableiten:
4.3.1
Jesus
wurde in Bethlehem geboren
4.3.2
Ort
und Zeitpunkt Jesu Geburt konnten nachgeprüft werden, in dem die Aufzeichnungen
Cyrenius herangezogen werden konnten
4.3.3
Jesus
wurde an das Kreuz genagelt durch seine Hände und Füße
4.3.4
Seine
Freunde verleugneten und verließen ihn
4.3.5
Jesus
ist wieder auferstanden und erschien seinen Anhängern
4.3.6
Jesus
fuhr in den Himmel auf
4.3.7
Die,
die an ihm geglaubt hatten, predigten seine Botschaft allen Menschen
4.3.8
Sie
wurden Apostel genannt.
Es gibt weitere Werke Justus‘, wie z.B. Dialog mit Trypho, wo ähnliche Aussagen
gemacht werden.
5.
Schlussfolgerungen
Die präsentierten Daten sind nur ein Auszug, der zu
dem Umstand führt, dass, wie bereits zu Anfang des Artikels erwähnt wurde, die
Punkte 1.1 bis 1.12 von praktisch allen kritischen Gelehrten als historische
Tatsachen anerkannt werden. Dabei ist die Beschränkung auf lediglich die vier
Fakten 1.1, 1.5, 1.6 und 1.12, was den Kreis der Kritiker noch einmal
erweitert, bereits ausreichend, die Tatsache der Auferstehung als belegt zu
betrachten, und zwar aus folgenden Gründen:
5.1
Das Versagen
naturalistischer Erklärungen
Die Tatsache 1.5, dass nämlich zumindest die Apostel
selbst glaubten, dem Auferstanden Jesus begegnet zu sein (und darüber hinaus mit
ihm gespeist und ihn berührt zu haben), ist keiner bekannten naturalistischen
Erklärung zugänglich. Es wird gelegentlich von einer „Gruppen-Halluzination“
gesprochen. Nach den neusten Erkenntnissen der Psychiatrie[39]
ist jedoch so etwas bisher noch nie beobachtet worden und gilt schlechthin als
unmöglich. Kandidaten für Halluzinationen berichten allenfalls über
Einzelerscheinungen, noch nie ist bei zwei oder mehr Personen die gleiche
Halluzination beobachtet worden. Da Paulus aber von bis zu 500 Augenzeugen für
den auferstanden Christus berichtet, schlägt eine Halluzinationstheorie hier
fehl.
Dann wird manchmal eine vermeintliche
„Massen-Illusion“ wie z.B. bei Fatima, als Erklärung herangezogen. Solche
Illusionen (wenn es denn Illusionen sind) betreffen jedoch immer nur eine Veränderung von bereits vorhandenem, z.B. das „hüpfen“ von Sonne
und/oder Sternen. Somit ist diese Erklärung also auch auszuschließen.
Dann wird immer wieder behauptet, Jesus sei
überhaupt nicht tot gewesen. Diese
Behauptung ist jedoch durch die allgemeine Akzeptanz von 1.1 irrelevant.
Schließlich wird auch immer wieder behauptet, Jesu
Körper sei aus dem Grab gestohlen worden. Dies widerspricht jedoch ebenfalls
der allgemeinen Akzeptanz von 1.5.
5.2
Die Wandlung der Apostel
Die Tatsache 1.6, dass aus den zweifelnden Apostel
plötzlich nachdrückliche Verkünder Jesu wurden, kann nicht damit erklärt
werden, dass diese sich in „konspirativer Sitzung“ die Geschichte der
Auferstehung von Jesus nur ausgedacht hatten. Wenn sie dies getan hätten, dann hätten
zumindest sie selbst gewusst, dass
dies eine Lüge ist. Es ist jedoch sehr schwer vorstellbar, dass dann all diese
Personen sowohl unter Folter wie auch durch Todesandrohung und schließlich Tod
selbst diese Lügen aufrecht erhalten hätten. Wer stirbt schon wissentlich für eine Lüge? Skeptiker
ziehen in diesem Zusammenhang manchmal die Selbstmordaktionen gewisser Sekten
oder religiöser Fanatiker als Erklärung heran. Das ist jedoch nicht vergleichbar,
denn die Angehörigen dieses Personenkreises wussten
ja nicht dass sie einer Lüge oder falschen Religion anhängen, sie selbst
glaubten ja daran. Da die Apostel aber wissen würden, dass sie z.B. die Leiche
von Jesus gestohlen und sich die ganze Auferstehung nur ausgedacht hätten, ist
diese Argumentation hier nicht möglich.
5.3
Die Wandlung des Paulus
Die Wandlung des Paulus stellt ein weiteres Indiz
für die Historizität der Auferstehung Jesu dar. Es gibt Skeptiker, die haben
diesbezüglich eine „Conversion Disorder“ des Paulus vorgeschlagen. Habermas
konnte jedoch deutlich nachweisen, dass dies aus verschiednen medizinischen Gründen
unmöglich ist. Ein wichtiges Indiz dafür ist z.B. der Umstand, dass für die
Erscheinung, die Paulus auf seinem Weg nach Damaskus für den auferstandenen
Jesus Christus gehalten hat, keine der Halluzinationstheorien greift. Denn
erstens haben seine Begleiter auch etwas von diesem Ereignis wahrgenommen (wenn
sie selbst vermutlich auch nicht Jesus sahen) und zweitens ist bei Paulus keine
psychologische Verfassung erkennbar (Erwartungshaltung o.ä.), die zu so einer
Halluzination passen würden.
5.4
Die Unzulässigkeit der a priori-Annahme, dass es keine
übernatürlichen
Phänomene gibt
Versucht man der Gegenargumentation der Auferstehung
Jesu zu folgen, so ist unter den kritischen Gelehrten und Skeptikern aufgrund
der Punkte 5.1 und 5.2 nur noch ein „Entkommen“ möglich: Es wird a priori angenommen, dass eine
Auferstehung von den Toten grundsätzlich nicht möglich ist. Hume und Bultmann
sowie heute Antony Flew sind wohl die bekanntesten Vertreter dieser Annahme.
Ausgehend von dieser Grundannahme bedarf es „folgerichtig“ natürlich keiner
ernsthaften Untersuchung evtl. historischer Fakten, da diese -wie auch immer-
fehlerhaft und falsch sein müssten. Eine kürzlich durchgeführte Debatte
zwischen dem Historiker Gary Habermas und dem Atheisten Antony Flew hat diese
Problematik wieder klar aufgezeigt.[40]
Flew sah keine Veranlassung, auf die Argumente Habermas‘ einzugehen; er selbst
stimmte zwar einerseits der Historizität der Punkte 1.1 bis 1.12 zu, antwortete
aber auf die Frage, wie er sich denn diese Dinge erkläre, lediglich mit: „Don’t know. Why am I expected to know?“[41] Am Schluss dieser
3-stündigen Debatte und auf Anfragen aus dem Auditorium, warum er (Flew) denn
nun keine Argumente gegen die Auferstehung von Jesus vorlegen könne, antwortete
Flew mit einem Satz, der die ganze Problematik atheistischer Denkweise zum Ausdruck
bringt: „Basically, I don’t
believe in anyone’s accounts of a miracle, period!“[42]
Wenn man nach dem Grund einer solchen Einstellung
forscht, so kann man feststellen, dass hauptsächlich zwei Dinge dafür verantwortlich sind:
5.4.1
Das Fehlen eigener
übernatürlicher Erfahrungen
Da das Vorhandensein übernatürlicher Phänomene
selten im Erfahrungsbereich der meisten Menschen liegt, wird geschlossen, dass
dies allgemein nicht möglich ist. Dieser Schluss ist aus philosophischer Sicht
natürlich unzulässig, da es viele Dinge gibt, die auch nicht selbst erlebt
wurden und trotzdem als wahr betrachtet werden. Alle historischen Ereignisse,
die jemand nicht selbst erlebt hat, zählen dazu. Es muss also legitim sein, die
Evidenzen für ein mögliches übernatürliches Phänomen, wie z.B. die Auferstehung
von Jesus Christus, wenigstens zu überprüfen, und zwar mit den gleichen Kriterien wie sie für beliebige
andere historische Ereignisse auch üblich sind.
5.4.2
Das Leugnen, dass alle
wissenschaftliche Erkenntnis nur probabilistisch ist
Es gibt immer noch Philosophen, die wie Kant der Meinung
sind, durch „reines Nachdenken“ die eigene Existenz verstehen zu können.
Physikalische Gesetze (die i.d.R. übernatürliches verbieten) stellen nach
dieser Annahme „wahre“ Einblicke in die Wirklichkeit dar. Würde dies stimmen,
so könnte jemand -wie auch immer- durch reines Nachdenken zu der
Schlussfolgerung kommen, dass übernatürliche Phänomene nicht möglich sind. Die
praktische Erfahrung und alle neuen -vor allem naturwissenschaftlichen-
Erkenntnisse zeigen aber die Unhaltbarkeit solch einer Annahme. Erstens zeigt
die Geschichte, dass bisher jedes physikalische Gesetz letztendlich
falsifiziert und durch ein neues, besseres ersetzt wurde. Und zweitens ist mir
kein einziger Philosoph bekannt, der z.B. das seltsame Verhalten quantenmechanischer
Teilchen durch „reines Nachdenken“ vorhersagen konnte. Im Gegenteil: Erst durch
Beobachtung dieser seltsamen Phänomene wurde eine physikalische Theorie, die
Quantenphysik, geschaffen, welche die Phänomene wenigstens richtig beschreibt,
sie jedoch dem gesunden Menschenverstand bis
heute nicht zugänglich macht[43]
und daher von demselben wohl kaum „vorhergedacht“ werden konnte und ja auch
nicht wurde. Dies belegt klar, dass durch „reines Nachdenken“ bestimmtes
Verhalten in der Natur weder vorhergedacht noch begriffen werden kann. Somit
ist die a proiri-Annahme, es gäbe
keine übernatürliche Phänomene, eigentlich auf die a proiri-Annahme, der Mensch könne durch reines Nachdenken die
Wirklichkeit vollständig erfassen, zurückführbar. Und da dieses aber, wie z.B.
die Quantenphysik zeigt, nicht richtig ist, gibt es auch für die Annahme, dass
es keine übernatürlichen Phänomene gibt, keinerlei Fundament, weder
philosophisch, noch naturwissenschaftlich.
Vom naturwissenschaftlichen Standpunkt aus ist
ohnehin der Begriff „übernatürlich“ nur schwer definierbar. Hier gibt es nur
mehr oder weniger wahrscheinliche
Phänomene. So werden Ereignisse, die mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger
als 10-40 behaftet sind, als unmöglich betrachtet; sie kommen in
unserem Universum einfach nicht vor. Dennoch sind sie nicht unbedingt völlig
auszuschließen, aber gewiss würde ein Physiker so ein Ereignis im landläufigen
Sinn als „übernatürlich“ bezeichnen, wenn er es entgegen dieser kleinen
Eintrittswahrscheinlichkeit doch beobachten würde. So gesehen ist die Auferstehung
eines Toten im Prinzip möglich, doch wegen des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik
ist dieses Ereignis so unwahrscheinlich (sicher wesentlich kleiner als 10-40),
dass es „von alleine“ in unserem Universum nicht passiert. Es muss daher die
Schlussfolgerung gezogen werden, dass so ein Ereignis, wenn es dennoch passiert
ist, nur durch Einwirkung einer übernatürlichen Kraft zustande kommen kann.
Außerdem ist es nicht unbedingt so
selbstverständlich, dass es heutzutage keine übernatürlichen Phänomene mehr
gibt. Es gibt mittlerweile ernstzunehmende After-Death-Experiences,
die nicht so ohne weiteres vom Tisch gefegt werden können.[44]
Alles in allem muss also aus den vorgelegten Daten
der Schluss gezogen werden, dass Jesus Christus tatsächlich nach drei Tagen von
den Toten auferstanden ist, wie er es selbst vorhersagte. Damit muss er jedoch
die Person gewesen sein, die er behauptete zu sein: Der Sohn Gottes.
Die Botschaft,
dass für alle Menschen am Kreuz die Rettung vollbracht ist, muss denen, die
verloren gehen, als barer Unsinn erscheinen. Wir aber, die gerettet werden,
erfahren darin Gottes Kraft. Gott hat doch gesagt: »Ich will die Weisheit der
Weisen zunichte machen und die Klugheit der Klugen verwerfen.«
(1.Kor 1,18-19)
*
Zitiert von McDowell, J. in: A Ready
Defense, (p. 116), Th. Nelson
Publ., Nashville 1993
[1] Hall, F.W.:
Comparison to Classical Text, Clarendon Press, Oxford 1913
[2]Justus Martyr: Apologie I, 35, 7-9. Hervorhebung von mir
[3] vgl. z.B. Wilson, B. und McDowell, J.: Jesus von Nazareth, Hänssler Stuttgart 1995
[4] McDowell, J.: A Ready Defense, (p. 91)
[5] Habermas, G. R.: The Historical Jesus, College Press
Publ. Comp. , Joplin,
Missouri, 2000
[6] ibid., p. 147
[7] Bultman, R.: Theology, Vol. 1, p. 83
[8] vgl.
z.B. Reginald Fuller, Resurrection
Narratives, p. 10; Oscar Cullmann, The
Early Church: Studies in Early Christian History and Theology, ed. by A
J.B. Higgins (Philadelphia: Westminster, 1966), p. 64; Pannenberg, Jesus, p. 90; Wilckens, Resurrection, p. 2; Hengel, The Atonement, pp. 36-38, 40; Bultmann, Theology, vol. l, pp. 45, 80, 82, 293;
Willi Marxsen, The Resurrection of Jesus
of Nazareth, transl. by Margaret Kohl (Philadelphia: Fortress, 19'70), pp.
80, 86; Hans Conzelmann, 1 Corinthians,
transl. by James W. Leitch (Philadelphia: Fortress, 1969), p. 251; Hans-Ruedi
Weber, The Cross, transl. by Elke
Jessett (Grand Rapids: Eerdmans, 1978), p. 58; Dodd, "Risen Christ," pp. 124-125; A.M. Hunter, Bible and Gospel, p. 108; Raymond E. Brown, The Virginal Conception and Bodily Resurrection of Jesus (New York:
Paulist Press, 1973), pp. 81, 92; Norman Perrin, The Resurrection According to Matthew, Mark and Luke (Philadelphia:
Fortress, 197`7), p. '79; George E. Ladd, I
Believe in the Resurrection of Jesus (Grand Rapids: Eerdmans, 1975), p.
104; Neufeld, Confessions, p. 47.,
zitiert von Habermas in The Historical Jesus, p. 153
[9] Vgl. Habermas, The Historical Jesus, p. 153f
[10] ibid., p. 155
[11] Campenhausen, H.v.: “The Events Of Easter and the Empty Tomb” in
Tradition and Life in the Church,
Fortress, Philadelphia 1968, p.44, zitiert nach Habermas, The Historical Jesus, p. 156
[12] Habermas, The Historical Jesus, p. 158
[13] dieser Punkt ist zwar auch überwiegend anerkannt, aber nicht in gleichem Maße wie die anderen 11 Fakten
[14] Habermas, The Historical Jesus, p. 162
[15] Für
eine Zusammenstellung solcher kritischer Gelehrter, die speziell diese 4 Fakten
anerkennen, siehe z.B. Fuller, Resurrection
Narratives, especially pp. 27-49;
Bultmann, Theology, vol. 1, pp.
44-45; Tillich, Systematic Theology, vol. 2, pp. 153-158; Bornkamm, Jesus, pp. 1'79-186; Wilckens,
Resurrection, pp. 112-113;
Pannenberg, Jesus, pp. 88-106;
Moltrnann, Theology of Hope,
especially pp. 197-202; Hunter, Jesus,
pp. 98-103; Perrin, Resurrection, pp.
'78-84; Brown, Bodily Resurrection,
especially pp. 81-92; Paul VanBuren, The
Secular Meaning of the Gospel (New York: Macmillan, 1963), pp. 126-134.
zitiert nach Habermas, The Historical Jesus, p. 162
[16] Bruce, F. : Christian Origins, p. 193-194
[17] ibid.
[18] Habermas, The Historical Jesus, p. 174f
[19] P. Maier, First Easter, p. 119, zit. von Wilson/McDowell, Jesus von Nazareth, S. 442
[20] Habermas, The Historical Jesus, p.187
[21] Tacitus, Annalen 15.44, zit. v. Wilson/McDowell in Jesus von Nazareth, S. 87f.
[22] vgl. Habermas, The Historical Jesus, p. 189
[23] Anderson, J.N.D.: Christianity: The Witness of History, (Tyndale,
London 1969), p.19, Deutsch von mir
[24] Josephus, Antiquities, zit. n. Habermas, The Historical Jesus, p. 192, Deutsch von mir
[25] vgl. Wilson/McDowell, Jesus von Nazareth, S. 70ff.
[26] Für eine engl. Übersetzung der arabischen Version siehe Habermas, The Historical Jesus, p. 193
[27] Africanus, Julius: Extant Writings, Eerdmans 1973, p. 130, zit. n. Habermas, The Historical Jesus, p. 197, Deutsch von mir
[28] Africanus, Chronographie 18, zit. v. Wilson/McDowell in Jesus von Nazareth, S. 19
[29] vgl. Habermas, The Historical Jesus, p. 197
[30] ibid., p.199, Deutsch von mir
[31] ibid.
[32] Ein größerer Ausschnitt des Briefes ist zu finden in Wilson/McDowell, Jesus von Nazareth, S.81-84
[33] vgl. Habermas, The Historical Jesus, p. 199ff
[34] The Babylonian Talmud, vol III, Sanhedrin
43a, p. 281, zit. n. Habermas, The
Historical Jesus, p. 203, Deutsch von mir,
[35] The Treatise on Resurrection 45-48, zit. n. Habermas, The Historical Jesus, p. 214, Deutsch von mir
[36] Clement of Rome, Corinthians, 9, zit. n. Habermas, The Historical Jesus, p. 230, Deutsch von mir
[37] Ignatius, Trallians, 9, zit. n. Habermas, The Historical Jesus, p. 231, Deutsch von mir
[38] Justus Martyr: Apologie, zit. n. Habermas, The Historical Jesus, p. 235f, Deutsch von mir
[39] vgl. z.B. DSM3 und DSM4
[40] vgl. TV-Sendung “The John Ankerberg Show: Did Jesus Rise From The Dead?” vom April 2000, ausgestrahlt von dem US-TV-Sender “Inspiration Channel”, käuflich erwerbbar unter http://www.ankerberg.org
[41] ibid.
[42] Ibid. Es ist allerdings anzumerken, dass Antony Flew mittlerweile zum Theisten geworden ist.
[43] vgl.. Zöller-Greer, P.: Genesis, Quantenphysik und Wirklichkeit, Professorenforum-Journal, Vol.1, No.1, S. 36-44, Juli 2000
[44] “The John Ankerberg Show: Did Jesus
Rise From The Dead?”, US-TV Inspiration
Channel, April 2000